Theater, Performance und Tanz in Hamburg - Kampnagel

Revolutionary Souq: Ein immersiver Basar

 
  • © Hanadi Chawaf

In vielen arabischen Städten sind die Märkte, die Souks, das lebhafte Herzstück und Umschlagsplatz von vielfältigen Waren, Eindrücken, Klängen und Düften. Hier treffen unterschiedlichste Teile der Gesellschaft aufeinander, es wird um Geld und Meinungen gefeilscht. Am 15.3.2011 begann die syrische Revolution im berühmten historischen Souk von Damaskus, dem Souk al-Hamidiya (arabisch سوق الحميدية). Im März 2018 besuchte eine AfD-Delegation ebenfalls diesen Souk und verbreitete die Fake News, der Krieg sei vorbei und die Geflüchteten Syrer könnten zurückkehren.

In den 7 Jahren zwischen diesen beiden Ereignissen hat sich der Souk massiv verändert: Bereits nach der ersten Demonstration reagierte das Al-Assad-Regime mit drakonischen Strafen und zahlreichen Verhaftungen, und installierte ein System von Spitzeln, um jeglichen aufkeimenden Protest sofort und brutal niederzuschlagen. Es wurden Check-Points eingerichtet, um das lebendige Gewusel kontrollieren zu können. Eine Gruppe syrischer Künstler*innen im Exil macht in einem viertägigen Event (beginnend am Vortag der Revolution) exemplarisch erfahrbar, wie ein Ort der Freiheit von Handel und Meinungen zu einem kontrollierten Raum wurde. Eingeladen werden zu diesem Happening Künstler*innen und Aktivist*innen, die ihre Version der gescheiterten Revolution für das Publikum erlebbar machen. Die Dramaturgie orientiert sich an den historischen Ereignissen, das Setting baut auf der existierenden Kampnagel-Architektur auf, die um plakative Elemente erweitert wird. Der „performative Souk“ ist ein immersiver Raum, eine begehbare Skulptur, in den subjektive Wahrnehmungen der Ereignisse einspeist werden, um sowohl dem Hamburger Publikum als auch der syrischen Exil-Community das zivilgesellschaftliche Engagement und die staatliche Gegengewalt erfahrbar zu machen. Neben den Marktständen mit theatralen Interaktionen gibt es eine Galerie, einen Film- und Diskussionsraum und einen Nachtclub zu entdecken. Das Programm und die Gäste ändern sich an jedem Tag - da lohnt sich mehr als ein Besuch!

 

  • Tickets: Entry to the Souq: 5 € / with music program: 12 € / festivalpass: 30 € (please scroll down to the end at this site to buy tickets for each day/event)
    The proceeds go to the Hatay and Kiles Camp for Refugees in Turkey.

  • Souq, gallery, panels, films 18:00 / music 22:00
    On Saturday the Souq is open from 16:00 and entry is free until 17:45.

​Venues: kmh, k4, Westfoyer, p1

 

الأسواق في الكثير من المدن العربية كالقلب النابض, فهو مركز لتبادل البضائع, بما تحمله من روائح وأنغام. ففي الأسواق تلتقي مختلف أطياف المجتمع وفيها تستطيع ان تساوم على الأسعار وتتبادل الآراء.

بتاريخ ١٥ آذار ٢٠١١ بدأت الثورة السورية في السوق التاريخي في قلب العاصمة دمشق (سوق الحميدية) , بعد سبع سنوات وتحديداً آذار ٢٠١٨ قام وفد من الحزب البديل الألماني "AfD" بزيارة هذا السوق تحديداً وقاموا بنشر وترويج الأخبار الخاطئة بأن الحرب انتهت في سوريا وأن اللأجئين السوريين يمكنهم العودة إلى بلدهم, في غضون هذه السبع سنوات مر السوق بتغيرات كثيرة فبعد المظاهرة الأولى انتهج النظلم رد فعل قاسي, فاعتقل وأنشى حواجز التفتيش, ونشر جواسيسه لإخماد أي إحتجاج بشكل فوري.

في حدث يستمر أربعة أيام (بدأً من اليوم السابق للثورة) ستقوم مجموعة من الفنانين السوريين في المنفى بنقل تلك التجربة من عملية تحول المكان الذي كانت فيه حرية التجارة والرأي إلى مكان محكوم بقبضة من حديد.

مجموعة كبيرة من الفنانين والناشطين السوريين سيشاركون في هذا الحدث, ليعكسوا تجربتهم في الثورة السورية. في مسرح  "Kampnagel" في مدينة هامبورغ سيتم إنشاء نسخة من سوق الحميدية تعيد إحياء الأحداث وعكس تجربة الشعب السوري من خلال مساحة السوق, فبالإضافة إلى المحلات والمنتجات المعتادة في السوق الأساسي ففي كل أمسية من أمسيات الحدث سيكون هناك معرض فني وجلسات حوار وعرض أفلام وبعض العروض المسرحية بجانب الحكواتي وقراءة شعرية وحفلات موسيقة تعكس موضوع كل يوم كلٌ بطريقته وبفنه.البرنامج والضيوف يتغيرون كل يوم, أكثر من زيارة جديرة بالإهتمام وهي دعوة للجمهور في مدينة هامبورغ ومجتمع المنفيين السوريين للحضور والتعرف وعيش التجربة بجانب الإستمتاع بمحتوى السوق والحدث.

 

Dramaturgy: Rabea Al-Sayed / Anas Aboura


Funded by Elbkulturfonds, Augstein-Stiftung


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