Theater, Performance und Tanz in Hamburg - Kampnagel

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  • 24.03.2017

    Theater der Welt 2017 Programmveröffentlichung

    Vom 25. Mai bis 11. Juni macht Theater der Welt 2017 den Hafen als internationalen Umschlagort zu Bühne und Thema des globalen Kunstschaffens.

    Der Glaube an eine weltoffene, kosmopolitische Gesellschaft und der Respekt vor der Vielfalt ihrer Kulturen und Künste war der Kerngedanke des Festivals „Theater der Welt“ von Beginn an und heute mehr denn je. Mit seiner 15. Ausgabe kehrt das Festival des Internationalen Theaterinstituts (ITI) an den Ort seiner Entstehung zurück und findet, 1979 von Ivan Nagel als „Theater der Nationen“ gegründet, nach einer zweiten Ausgabe im Jahr 1989 nun bereits zum dritten Mal in Hamburg statt.

    „Das Festival ‚Theater der Welt‘ zeigt uns die Vielfalt des zeitgenössischen Theaters, mit einem Programm, das gleich in mehrfacher Hinsicht Grenzen überschreitet: Grenzen von Genres und Sparten, Grenzen von Ländern und Regionen, Grenzen von Kunst und Kultur zu dem, was vermeintlich außerhalb dessen steht. Das Festival lädt die Welt ein, nach Hamburg zu kommen und uns zu zeigen, was sie bewegt, was wichtig ist, was uns vielleicht trennt, aber auch, was uns verbindet. Der Hafen als Ort des interkulturellen Austausches und der Verständigung könnte als Programmschwerpunkt nicht besser gewählt sein“ (Kultursenator Dr. Carsten Brosda)

    „Mit über 330 Veranstaltungen ist Theater der Welt 2017 das größte Festival seiner Art, das in Hamburg bisher stattgefunden hat. Das Gesamtprogramm vereint das Lokale und das Globale und präsentiert zugleich ein vielfältiges Spektrum weltweiter Theaterentwicklungen. Erstmals hat das Festival ein Thema: den Hafen. Der Hafen ist zugleich Spielort und Denkfigur des künstlerischen Programms. 18 Tage lang sind Zuschauer und Künstler aus aller Welt und Hamburg eingeladen, ein Gegenmodell zum gegenwärtigen Zeitgeist von Nationalisierung und Abschottung zu leben. Zugleich erinnert Theater der Welt wenige Wochen vor dem G20 Gipfel mit künstlerischen Mitteln daran, dass eine gerechte Weltinnenpolitik nur im Respekt vor der Vielfalt der Kulturen möglich ist“ (Amelie Deuflhard, Sandra Küpper, Joachim Lux, András Siebold – Künstlerisches Programm Theater der Welt 2017)

    Theater der Welt 2017 zeigt 45 Produktionen aus allen fünf Kontinenten und eine enorme Vielfalt von Theaterformen: Schauspiel, Performance, Tanztheater, Musiktheater, inszenierte Konzerte, Installationen und site-specific Veranstaltungen. Mit 27 Ur- und Erstaufführungen besteht mehr als die Hälfte des Programms aus neuen Produktionen. Ergänzt wird es durch Gastspiele sowie durch Eigenproduktionen von Thalia und Kampnagel. Über die Programmschiene „Global meets local“ sind überdies zahlreiche weitere Hamburger Kulturinstitutionen und -initiativen in das Festival eingebunden. Flankiert wird Theater der Welt 2017 außerdem von einem umfangreichen Diskurs- und Musikprogramm. Mit über 330 Veranstaltungen ist Theater der Welt 2017 das größte Festival seiner Art, das in Deutschland bisher stattgefunden hat.

     

    Eröffnung mit internationalen Festivalstars

    Eröffnet wird Theater der Welt 2017 am Donnerstag, den 25. Mai um 11 Uhr durch den Ersten Bürgermeister Olaf Scholz. Anschließend  spricht der kamerunische Philosoph und Historiker Achille Mbembe in seiner Eröffnungsrede über die Zukunft der Demokratie aus der Sicht Afrikas (Thalia Theater). Am Abend findet im Kakaospeicher am Baakenhöft die Welturaufführung einer bildgewaltigen, musiktheatralen Produktion des samoanischen Star-Regisseurs Lemi Ponifasio statt. „Children of Gods“ führt samoanische Tänze, eine Komposition für 12 Chöre von R. Murray Schaefer und fast 400 Beteiligte aus Hamburg zu einem Abend über Kinder aus den Kriegsregionen der Welt zusammen und verortet damit das Festival lokal und global. Parallel präsentiert Theater der Welt 2017 eine große Arbeit des neuen Querulanten der chinesischen Kunstszene Tianzhou Chen, der mit „Ishvara“ in einem bilderstarken Gesamtkunstwerk die Oper neu erfindet und kulturelle Hybride entwickelt, in denen Musik, Tanz, Körper und Bild in einer visuell-akustischen Extase explodieren. Beispielhaft für eine ganze Bandbreite von site-specific Projekten im Hamburger Stadtraum steht die Produktion „The Time Between Us“ des argentinischen Künstlers Fernando Rubio. Am Rio de la Plata im Rahmen der Biennale in Buenos Aires entstanden, entwirft er ab dem 25. Mai ein temporäres Zuhause am Baakenhöft. Das Holzhaus am Ufer der Elbe ist fünf Tage lang für mehrere Stunden geöffnet, um mit dem Schauspieler Christoph Finger Zeit, Raum und Erinnerungen zu teilen.

    Theater der Welt 2017 zeigt darüber hinaus zahlreiche weitere Größen der internationalen Festivalszene wie Bruno Beltrăo (Brasilien), Ivo van Hove (Frankreich), Wael Shawky (Ägypten/Vereinigte Arabische Emirate), Back to Back Theatre (Australien) oder Chunky Move/Anouk van Dijk (Australien).

    Hamburg hatte sich mit großer Unterstützung der verstorbenen Kultursenatorin Prof. Barbara Kisseler um die Austragung des Festivals in 2017 beworben. Initiiert und veranstaltet vom Thalia Theater (Festivalleitung Joachim Lux) setzt sich Theater der Welt 2017 konzeptionell in zahlreichen Punkten von früheren Ausgaben ab: Ausgehend von dem Gedanken „think global, act local“ wird das Festival künstlerisch aus der Stadt heraus entwickelt, in der es stattfindet. Statt von einem Alleinkurator von außen wird das künstlerische Programm von einer Hamburger „Viererbande“, bestehend aus Amelie Deuflhard, Sandra Küpper, Joachim Lux und András Siebold, gemeinsam entwickelt. Damit gestalten erstmals Vertreter eines Stadttheaters und eines freien Produktionshauses gemeinsam das künstlerische Programm. Entsprechend dem lokalen Ansatz ist der Hafen thematischer Ausgangspunkt: Er ist Ort von Ankunft und Aufbruch, Umschlagplatz für den weltweiten Verkehr von Menschen, Ideen und Waren, ein poetisch aufgeladener Ort – Untersuchungsraum und Denkfigur für die Künstler der Welt. Fragen von Globalisierung und Handel, von Flucht und Migration spielen im Programm eine erhebliche Rolle. Der Hafen ist aber nicht nur Thema, sondern neben den Mutterhäusern Thalia Theater und Kampnagel auch zentraler Spielort des Festivals: Bespielt wird das Areal um den Baakenhöft in der HafenCity mit dem Kakaospeicher am ehemaligen Afrikaterminal, dem Schiff MS Stubnitz, dem Thalia Zelt und dem Festivalzentrum HAVEN. Darüber hinaus sind die Elbphilharmonie, der Kulturort Oberhafen, verschiedene Orte in der HafenCity und auch einige Wasserwege Locations des Festivals.

     

    Im Pressebereich der Website unter www.theaterderwelt.de stehen das Programmbuch und Fotos der jeweiligen Produktionen zum Download zur Verfügung.

     

    Mareike Holfeld
    Pressekontakt Kampnagel
    +49 (0) 40 27 09 49-17
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    Louisa Steinwärder                                                            
    Pressekontakt Theater der Welt 2017                             
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    Daniela Rothensee
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