Theater, Performance und Tanz in Hamburg - Kampnagel

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  • 20.05.2019

    OPEN CALL: AKADEMIE für zeitgenössischen Theaterjournalismus

    Erstmals bietet das Bündnis internationaler Produktionshäuser 2019/20 ein Programm für Journalist*innen an, das sich als Fort- und Weiterbildung im umfangreichen Feld der Berichterstattung über dezidiert experimentelles Theater und Tanz sowie zeitgenössische Performance Art versteht.

    Theaterkritik und Kulturjournalismus befinden sich in einer Umbruchssituation. Welche Rolle spielt die Kulturberichterstattung heute im Feld des Journalismus? An welche Öffentlichkeit wendet sie sich, welche Diskurse treibt sie voran, welche bildet sie nicht ab? Und wie könnte ein Theaterjournalismus der Zukunft aussehen? Die Akademie nimmt das weite Feld zwischen Lokal- und Onlinejournalismus ebenso in den Blick wie die Rolle der Kritik in ihrem Verhältnis zu künstlerischer Produktion und gesellschaftlicher Rezeption.

    Kritische Arbeit muss den Anspruch verfolgen, nicht hinter ihren Gegenstand zurückzufallen. Gerade zeitgenössische Theaterproduktionen sind oft ästhetisch heterogen und diskursiv verweisstark, viele Künstler*innen setzen sich engagiert mit politischen Entwicklungen und Fragestellungen auseinander und erfinden hierfür immer neue Formen und Formate. Das macht journalistische Berichterstattung über diese vielfältige Landschaft, über ihre Arbeitsweisen und Organisationsstrukturen besonders interessant.

    Die Akademie bietet Zeit und Raum, Schreibpraktiken jenseits von Deadlines und bestehenden Textformaten zu erproben. Gemeinsam mit Expert*innen können in drei Modulen die eigene Praxis reflektiert sowie journalistische Strategien entworfen werden, um über experimentelle Theater- und Performanceprojekte in Sprache und Text zu schreiben. Durch die Verortung der Akademie an drei verschiedenen Produktionshäusern des Bündnisses, bei Künstler*innengesprächen, Workshops und Lectures erhalten die Teilnehmenden zudem Einblicke in die Arbeitsstrukturen der ‚Freien Szene‘.

    Termine
    MODUL 1: 14.-17.11.2019, PACT Zollverein, Essen
    MODUL 2: Januar 2020, Hellerau – Europäisches Zentrum der Künste, Dresden
    MODUL 3: 12.-15.3.2020, Kampnagel, Hamburg

    Zielgruppe
    Die Akademie richtet sich sowohl an Berufsanfänger*innen als auch als erfahrene Journalist*innen, die ihre Tätigkeit auf das Gebiet experimenteller szenischer Arbeiten erweitern möchten, eine Vertiefung der nötigen hard und soft skills wünschen, einen Austausch mit Kolleg*innen suchen und Lust haben, ihre Wahrnehmungs- und Schreibkompetenzen gemeinsam zu erweitern.

    Die Auswahl erfolgt durch eine Jury.
    Bewerbungsschluss: 30. Mai 2019

    Die Akademie für zeitgenössischen Theaterjournalismus umfasst:
    · drei Module à vier Tage in Essen, Dresden und Hamburg
    · Mittag- und Abendessen
    · gemeinsame Veranstaltungsbesuche als Ausgangspunkt für das Verfassen eigener Texte
    · Vorträge, Diskussionen und Workshops mit Journalist*innen, Künstler*innen und Expert*innen für experimentelle Darstellungsformen
    · auf Wunsch individuelles Coaching durch Esther Boldt (Theaterjournalistin) und Philipp Schulte (Theaterwissenschaftler und Dramaturg)

    Teilnahmevoraussetzung:
    · erste oder fortgeschrittene Erfahrungen im journalistischen Schreiben
    · Deutschland ist Wohn- und Arbeitsort
    · Teilnahme an allen drei Modulen

    Die Teilnahme ist gebührenfrei, Übernachtungskosten und Catering werden durch das Bündnis internationaler Produktionshäuser getragen. Die Reisekosten und Kosten für ÖPNV tragen die Teilnehmer*innen.

    Bewerbung
    Wir bitten um die Einreichung eines Lebenslaufes, einer Schreibprobe (journalistischer Text, 1-2 Seiten) und eines Motivationsschreibens (max. 2.500 Zeichen inkl. Leerzeichen).
    Bewerbungen sind ausschließlich per E-Mail einzureichen.
    Kontakt: theaterjournalismus@produktionshaeuser.de

    Auswahl der Teilnehmenden: bis 30. Juni 2019

    Leitung: Esther Boldt, Dr. Philipp Schulte

    Esther Boldt ist Journalistin, Tanz- und Theaterkritikerin. Sie arbeitet u. a. für nachtkritik.de, Theater heute, taz, tanz Zeitschrift, zeit online und den Hessischen Rundfunk. Zudem war und ist sie in zahlreichen Jurys tätig, zurzeit etwa bei den Autorentheatertagen am Deutschen Theater Berlin 2019.
    Philipp Schulte ist Professor für Theatertheorie mit einem Fokus auf zeitgenössische Formen an der Norwegischen Theaterakademie sowie Geschäftsführer der Hessischen Theaterakademie in Frankfurt; er leitet Akademieprogramme im Rahmen der Ruhrtriennale, des Festivals Theaterformen sowie der KunstFestSpiele Herrenhausen.
    Beide haben zusammen Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen studiert.

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