Theater, Performance und Tanz in Hamburg - Kampnagel

Kein Schlussstrich!

 
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BUNDESWEITES THEATERPROJEKT MIT KÜNSTLERISCHEN UND ZIVILGESELLSCHAFTLICHEN INTERVENTIONEN ZUM NSU-KOMPLEX

IN CHEMNITZ, DORTMUND, EISENACH, HAMBURG, HEILBRONN, JENA, KASSEL, KÖLN, MÜNCHEN, NÜRNBERG, PLAUEN, ROSTOCK, RUDOLSTADT, WEIMAR UND ZWICKAU

Herbst 2021 jähren sich die Ermordungen von Abdurrahim Özüdoğru, Habil Kılıç und Süleyman Taşköprü zum 20. Mal. Auch zehn Jahre nach der Selbstenttarnung des sogenannten NSU sind die Fragen nach den Verstrickungen behördlicher Organe, nach Mitwisser- und Mittäterschaft nach wie vor nicht beantwortet. Der offene und latente Rassismus in Ermittlungsbehörden, das Erstarken und die Unterstützung durch ein  wachsendes rechtsextremes Umfeld (re-)traumatisieren die Betroffenen und die Familien der Opfer bis heute. Die Morde an Enver Şimşek (2000), Abdurrahim Özüdoğru (2001) und İsmail Yaşar (2005) in Nürnberg, Habil Kılıç (2001) und Theodoros Boulgarides (2005) in München, Süleyman Taşköprü (2001) in Hamburg, Mehmet Turgut (2004) in Rostock, Mehmet Kubaşik (2006) in Dortmund, Halit Yozgat (2006) in Kassel und Michèle Kiesewetter (2007) in Heilbronn stehen nicht nur stellvertretend für die unzähligen Fälle rechtsextremer und rassistischer Gewalt in Deutschland nach 1945; sie sind auch Sinnbild für strukturelle Empathielosigkeit, fehlenden Aufklärungswillen, falsche Verdächtigungen und für den massiven Vertrauensverlust in staatliche Institutionen, von denen sich viele Menschen in Deutschland, insbesondere Menschen mit Migrationsgeschichte, Juden und Jüdinnen, und BIPoCc, unbeschützt und im Stich gelassen fühlen. Unter dem Motto KEIN SCHLUSSSTRICH! hat sich ein Netz von Theatern und Institutionen aus 15
Städten zusammengeschlossen, um die Taten und Hintergründe des sogenannten NSU künstlerisch zu  thematisieren.
Mit Theateraufführungen, musikalischen Interventionen im öffentlichen Raum, Ausstellungen, Konzerten, Lesungen, Diskussionen und Workshops möchte das Projekt die Perspektiven der Familien der Opfer und (post-)migrantischen Communities in den Fokus der Öffentlichkeit rücken.

#KEINSCHLUSSSTRICH #ENTNAZIFIZIERUNGJETZT #DECOLONIZEKNOWLEDGE #KEINEINZELFALL #RECLAIMINGHISTORY #SAYTHEIRNAMES #ANTIFASCISMISNOTACRIME #RESISTANCE #DANKEANTIFA #SITUIERTESWISSEN #RAUMPOLITIKEN

 

Weiterführende Links: 

Protokolle auf NSU-Watch.info

"Zu früh für einen Schlussstrich" - auf taz.de 

"Entscheidung zu Revisionen im NSU-Prozess" - auf Tagesschau.de

Hamburg und der NSU: "Nicht ein einziges Mal nach rechts ermittelt" - auf Deutschlandfunk.de

Homepage vom Theaterprojekt zum NSU-Komplex 

Träger des Projekts ist der im September 2020 gegründete Verein Licht ins Dunkel e.V..

Die Projektpartner sind: ASA-FF e.V. in Chemnitz, Theater Chemnitz, Dietrich-Keuning-Haus Dortmund (in Trägerschaft der Kulturbetriebe der Stadt Dortmund), Landestheater Eisenach / Meininger Staatstheater, Kampnagel Hamburg, Theater Heilbronn, JenaKultur, Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft Jena (in Trägerschaft der Amadeu Antonio Stiftung), Theaterhaus Jena, Staatstheater Kassel, Schauspiel Köln, Münchner Kammerspiele und Real München e.V., Staatstheater Nürnberg, Theater Plauen-Zwickau, Volkstheater Rostock, Theater Rudolstadt, Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar.


Das Programm

Donnerstag, 21.10.2021

Freitag, 22.10.2021

Samstag, 23.10.2021

Sonntag, 24.10.2021

Montag, 25.10.2021

Donnerstag, 28.10.2021

Freitag, 29.10.2021

Samstag, 30.10.2021

Sonntag, 31.10.2021

Freitag, 05.11.2021

Samstag, 06.11.2021


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Kartentelefon +49 40 270 949-49
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