Theater, Performance und Tanz in Hamburg - Kampnagel

Drei Kampnagel-Koproduktionen zum Theatertreffen 2019 eingeladen: ORATORIUM von She She Pop, UNENDLICHER SPASS von Thorsten Lensing und GIRL FROM THE FOG MACHINE FACTORY von Thom Luz.

Gender Mainstreaming

 

Der queer-feministische Diskurs ist (wie alle machtkritischen Diskurse) immer schon dem Verdacht ausgesetzt, selbst unangreifbar und irgendwie ein bisschen unangenehm und maulig zu sein. Es geht um Geschlechtergerechtigkeit und das Recht auf freiheitliche Selbstbestimmung; um die Aufarbeitung der Geschichte als einer Geschichte von Unterdrückungen; das Erstreiten von Gleichbehandlung aller Menschen auf allen gesellschaftlichen Ebenen – und das eben unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Hautfarbe, Selbstidentifikation, Klasse oder sexueller Orientierung. Und das will doch schließlich jede*r!

Um feministisches Empowerment und das Ideal der Selbstbestimmung in den Mainstream zu überführen, betreibt Kampnagel GENDER MAINSTREAMING: Der Begriff ist seit der UN-Weltfrauenkonferenz 1985 ein feststehender Terminus für eine Politik der Geschlechtergleichstellung. Heute wird er, gerade von einer rechten Politik, zunehmend ins Lächerliche gezogen und zum ideologischen Kampfbegriff gegen ein Leitbild der Geschlechtergerechtigkeit gemacht (Stichwort: Genderwahnsinn). Mit diesem Themenfokus will Kampnagel GENDER MAINSTREAMING rehabilitieren und positiv neu besetzen. Der queer-feministische Diskurs wird von seinem Nischen-Image befreit und alltagstauglich gemacht. Dadurch wird – frei nach Jarvis Cocker – der Mainstream verbessert und geöffnet für die Stimmen, die bisher von ihm ausgeschlossen wurden. Mit internationalen Gastspielen zwischen Theater, Performance und Comedy, Aktionen im öffentlichen Raum und Clubformaten feiert Kampnagel das Verschiedene und die Freiheit der Selbstbestimmung. Everybody welcome – kein Vorwissen erforderlich!

Queer-Einstieg

Für GENDER MAINSTREAMING werden die eingeladenen Künstler*innen und Kampnagel-Kurator*innen jeweils 15 Minuten vor den Shows kurze Einführungen in queerfeministische Praxen und Ästhetiken anbieten. Der QUEER-EINSTIEG setzt an bei Begriffsklärungen (Was meint »queer« eigentlich? Was bedeutet das Kürzel LGBTQI*? Und warum bedeutet »queer« mehr als das?) und leitet ein in die künstlerischen Bühnen-Formate – was macht die präsentierte Ästhetik, Darstellungsweise, einen Raum oder eine Performance »queer«?. Fragen sind jederzeit zulässig und unbedingt erwünscht!

 

Gefördert von Rudolf-Augstein-Stiftung und im Rahmen des Bünsnisses Internationaler Produktionshäuser von der Beauftragten für Kultur und Medien.


Das Programm

Donnerstag, 07.03.2019

Freitag, 08.03.2019

Samstag, 09.03.2019

Sonntag, 10.03.2019


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Kartentelefon +49 40 270 949-49
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