Theater, Performance und Tanz in Hamburg - Kampnagel

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Mehr Perspektiven für kritischen Diskurs:
Workshop & Podiumsdiskussion

 
Theorie
  • Fr, 13.03.2020 16:00
    Bitte anmelden mit dem Ticketlink oder unter kasse@kampnagel.de / Treffpunkt: Foyer, findet im Migrantpolitan statt
    Abgesagt
  • Sa, 14.03.2020 17:00
    Anmeldung nicht nötig, einfach vorbei kommen! Findet im Foyer statt.
    Abgesagt

Der (Kultur-)Journalismus befindet sich in einer Umbruchssituation. An welche Öffentlichkeit wendet er sich, welche Diskurse treibt er voran, welche bildet er nicht ab? Viele Künstler*innen setzen sich engagiert mit politischen Entwicklungen und Fragestellungen auseinander und erfinden hierfür immer neue künstlerische Formen; kritische journalistische Arbeit darf nicht hinter ihren Gegenstand zurückfallen. Um unter anderem diesen Fragen und Ansprüchen nachzugehen, hat das Bündnis internationaler Produktionshäuser die AKADEMIE FÜR ZEITGENÖSSISCHEN THEATERJOURNALISMUS ins Leben gerufen, deren Teilnehmer*innen vom 12. bis zum 15. März auf Kampnagel zusammenkommen. Vor diesem Hintergrund veranstaltet Kampnagel zwei das künstlerische Programm ergänzende Veranstaltungen, die offen sind für Journalist*innen und Publizist*innen sowie ein interessiertes Publikum.

 

Multiperspektivität – westlicher Journalismus und aussereuropäische Politik

Workshop mit Lina Chawaf (Leiterin Rozana Radio) und Larry Moore Macaulay (Gründer und Leiter des Refugee Radio Network)

In diesem Workshop entwickeln die Teilnehmer*innen neue Zugänge und Werkzeuge, um über interkulturelle und mehrsprachige (Kultur-)Veranstaltungen zu berichten. Der Workshop behandelt die vermeintliche Objektivität des*der Berichtenden sowie die Risiken unbewusst übermittelte Vorurteile. Anhand von Best-Practice-Beispielen lernen die Teilnehmenden neue, experimentelle Formen des journalistischen Erzählens kennen, etwa in Form von verschiedenen Live-Formaten. Im Rahmen des Workshops präsentieren die beiden Workshop-Leitenden auch ihre eigene Arbeit, aktuelle und zukünftige Projekte.
Im Anschluss besteht die Möglichkeit, das immersive Basar-Projekt REVOLUTIONARY SOUQ zu besuchen.

Fr-13.03. / 16:00-17:30
in englischer Sprache, Teilnahme kostenlos, Anmeldung erforderlich unter kasse@kampnagel.de

 

Autonomie, Arbeitsstrukturen und Ästhetiken im Theater mit Menschen mit Behinderung

Zur Beschreibung in einfacher Sprache

Auch wenn die Präsenz von Menschen mit Lernschwierigkeiten im Theater in den letzten Jahren zugenommen hat – noch werden sie als Teil eines »inklusiven Ensembles« rezipiert oder sollen die Gruppe der »Menschen mit Behinderung« an sich repräsentieren. Eher selten erhalten sie den Raum für eigenverantwortliches künstlerisches Gestalten, dabei gibt es zahlreiche Künstler*innen mit Lernschwierigkeiten, die selbstverständlich an eigenen Projekten arbeiten. Wie weit ist der Fachdiskurs davon entfernt, Künstler*innen mit Behinderung als professionelle Künstler*innen und in ihrer Eigenständigkeit wahrzunehmen? Ist für ihre Arbeit im Spannungsfeld zwischen Wettbewerb, Gleichstellung und Solidarität ein institutioneller Schutzraum weiterhin nötig oder eher hinderlich? Wie lassen sich die Systeme, in denen die Unterstützung für ein Leben mit Behinderung in Deutschland organisiert ist, im Hinblick auf künstlerische Entfaltung der/des Einzelnen neu denken? Warum gibt es so viele bürokratische Hürden, den Wunsch nach inklusiven Arbeitszusammenhängen praktisch umzusetzen? Fällt es Journalist*innen schwer, Inszenierungen von inklusiven Ensembles kritisch zu rezensieren? Welche Maßstäbe gelten in der kritischen Wahrnehmung des so genannten inklusiven Theaters – wann sind spezifische Kriterien wichtig, wann verhindern diese die ernsthafte künstlerische Auseinandersetzung? Welche ästhetischen und strukturellen Neuerungen entstehen im inklusiven Theater, die anschließend allgemein Maßstäbe setzen?

In einer Podiumsdiskussion diskutieren Linda Fisahn (Musikerin, Performerin), Luca Serafin (Filmschaffender bei 17motion / barner 16), Nele Jahnke (Künstlerische Mitarbeiterin Theater HORA), Noa Winter (Dramaturgin, Kuratorin) sowie Vertreter*innen von Meine Damen und Herren diese und andere Fragen und treiben damit einen längst überfälligen Diskurs voran.
Im Anschluss besteht die Möglichkeit, die Performance DIE STADT BIN ICH des inklusiven Hamburger Ensembles Meine Damen und Herren zu besuchen.


Sa-14.03. / 17:00 (TIPP: ab 18:00 startet das Programm des REVOLUTIONARY SOUQ, Tag 3)
in deutscher und leichter Sprache, Eintritt frei, Relaxed Event

 

#decolonizemedia #doyourhomework

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