Theater, Performance und Tanz in Hamburg - Kampnagel

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Masterstudiengang Performance Studies Universität Hamburg:
Künstlerische Abschlussarbeiten

Theater & Performance
  • Do, 01.07.2021 19:00
    Kampnagel – K1
  • Fr, 02.07.2021 19:00
    Kampnagel – K1
  • Sa, 03.07.2021 19:00
    Kampnagel – K1
  • So, 04.07.2021 19:00
    Kampnagel – K1

Negativer offizieller Antigen-Schnelltest ("Bürgertest"), PCR-Test, Impf- oder Genesungsnachweis erforderlich. Für alle weiteren Corona-Verhaltensregeln zum Vorstellungsbesuch hier klicken.

Dreizehn Absolvent*innen präsentieren in zwölf Stücken ihre künstlerischen Abschlussarbeiten. Nach sechzehn Jahren Performance Studies in Hamburg betreten wir nun zum letzten Mal in Rolle der Studierendenschaft die Kampnagel-Bühne. Umso mehr nutzen wir diese Gelegenheit, um zeitgenössische Zustände laut, kritisch, queer, dekolonial und vor allem in Bewegung und mit unseren Körpern zu verhandeln. Mit Körpern, die jedoch meist hinter Türen, Wänden und Bildschirmen versanken. In (virtuellen) Räumen fragten wir uns, wo Forschung beginnt, wann sie Kunst wird und wie das Seherlebnis schlechthin zum Moment des Ausbruchs werden kann. Geladen durch eine Zeit aus flimmerndem Sitzmuskelkater darf dieses Archiv Körper nun endlich wieder real sichtbar werden. Grund genug zu F:EIERN? Wir laden euch ein zum letzten großen Streich der 13 auf Slot12. Zeit für unsere letzte große P:ARTY! Or is it the start of something new?

Der Master-Studiengang Performance Studies ist ein wissen-schaftlicher und künstlerischer Studiengang. Er verbindet kultur- und sozialwissenschaftliche Reflexion, künstlerische Praxis und ästhetische Bildung in Tanz und Theater, Choreographie und Regie. Das Studienkonzept basiert auf einem weit gefassten Performancebegriff, der theatrale Praktiken und Poetiken in sozialen, kulturellen, politischen und künstlerischen Feldern umfasst. Die künstlerischen Abschlussarbeiten sind Teil der Masterabschlussprüfungen.

HIER zum Stream von Programm 1

HIER zum Stream von Programm 2

 

Programm 1. und 3.Juli

 

Sujin Lee | Yeon

 

Where there is light, there must be shadow, and where there is shadow there must be light. There is no shadow without light and no light without shadow.

I wasn't brought here by chance. I'm here because I'm supposed to be.

- Haruki Murakami, 1Q84

 

Wir scheinen unsere Leben parallel zueinander zu leben, dabei sind wir auf irgendeine Art und Weise miteinander verbunden. Zumindest so weit das „Yeon“ reicht.

Vielleicht gibt es eine Koexistenz zwischen der Vergangenheit, in der wir uns nicht kannten, unserem jetzigen face-to-face Moment und unserer Zukunft, in der wir eines Tages getrennt sein werden? In wie vielen Parallelwelten existierst Du? Wie viele Parallelwelten existieren in Dir?

Von & Mit : Sujin Lee [Konzept, Choreografie, Tanz], Katrin Vogler [Kostüm], Hanbyeol Lee [Video]

 

Sujin Lee absolvierte ihren Bachelor in zeitgenössischem Tanz und klassischem Ballett an der Musik und Kunst Universität Wien. 2016 erhielt sie den Preis für Zeitgenössischen Tanz der Fidelio Creation Competition in Wien. Sie ist unter anderem beim Out Now Festival in Bremen, beim Nakt Festival und in der Staatsoper Hamburg als Tänzerin aufgetreten.

Persönlicher Dank an: Performance Studies JG19 + WiMis, Gitta, Antje, Sebastian, Lara, Su Jin, David

 

Hanne Lotzkat | Körperbilder in Erinnerung / Augenhöhe

 

Wie äußern sich Erinnerungen im Körper? Wie speichert der Körper Erinnerungen, Bewegungen, Emotionen - wie setzt er diese in Bewegungen wieder frei?

 

Hanne hat ihre an MS erkrankte Mutter von klein auf beschützt und gepflegt. Die Erinnerungen an diese Erfahrung rufen körperliche Empfindungen und Stimmungen hervor, mit denen sie sich in ihrer Performance auseinandersetzt. Die Arbeiten mit Fremd- und Selbstberührungen werden hier als eine Selbstschulung sichtbar, die diesen Erinnerungen Ausdruck verleiht. Nachlassende Körperfunktionen bringen Unvorher-sehbares hervor, sowohl bei der Gestaltung des eigenen Lebens als auch bei der von Kunstwerken. Hannes Mutter hat aus letzter Kraft beeindruckende Tuschbilder geschaffen, „Körperbilder in Erinnerung“ bringt diese in einen Dialog mit Bewegungen und Klangcollagen, die aus der Musiktherapie stammen. Über die körperlichen Resonanzen von Erfahrungen sollen andere an diesem Dialog teilnehmen können.

 

VON & MIT: Hanne Lotzkat [Konzept und Tanz], Sara Devi Bültemeier [Tanz und Musik], Kim Engelhardt [Sprecherin], Tina Seeland [künstlerische Beratung], Camilla Vengo Kinzonzi [Outside Eye], Isabella Boldt [Choreografische Beratung]

 

Hanne Lotzkat absolvierte ihren BA in Tanzpädagogik an der Lola-Rogge-Schule, praktizierte Bühnentanztechnik an der CDSH, und spezialisierte sich im New Dance auf Echt-Zeit Kompositionen im Tanz, Musik und Performance (TIP in Freiburg). Sie arbeitet als freie und festangestellte Tanzpädagogin und ist als Dozentin für Weiterbildungslehrgänge tätig.

Persönlicher Dank an: Thomas Zabel, Julika Stich (Young Helping Hands), Antje Pfundtner, Alina Gregor, Sebastian Matthias, Imke Honrnack, Janine Smietana, Noah Holtwiesche, Jan Kühne

 

Pauline Schönfelder | PANORAMABAR

 

We are here, we are back. Because real life lags. I'm the last man standing. On a party never ending. – SCOOTER. GOD SAVE THE RAVE.

 

PANORAMABAR ist die Öffnung eines wütenden Ventils, ein Übergangsritual aus dem körperlosen Stillstand und first aid kit gegen emotionale Abstumpfung. Drei Performer*innen nehmen die ihnen zuschauenden Augen mit auf einen dystopischen Rave.

 

Durch eine Mehrperspektive auf biografisch verortete Club Erfahrungen und Gefühle will PANORAMABAR auf die Dring-lichkeit des Bestehens von Räumen aufmerksam machen, in denen Emotionen durchlebt und ausgehandelt werden können. Statt das Cluberlebnis dabei nostalgisch zu romantisieren, wird der Raum selbst für postpandemische Zeiten mitbefragt.

 

VON & MIT: Pauline Schönfelder [Konzept, Dramaturgie, Sounddesign, Performance], Marco Merenda [Performance], Göktuğ Engel [Performance], Miriam Ebbing [Ausstattung], Janka Kenk [Dramaturgische Beratung], Linda Lou Dierich-Matzke & Sujin Lee [Outside Eye]

 

Pauline Schönfelder arbeitet seit ihrem Bachelorstudium in Kultur- und Medienpädagogik und einer Traineeausbildung für zeitgenössischen Tanz am Tanztheater Leipzig bundesweit als Performerin und im Bereich der Performancevermittlung [ACADEMY Berlin, Thalia Theater, Deutsches Schauspielhaus]. Sie ist außerdem Mitbegründerin des in Hamburg basierten F.ART Kollektiv.

 

Persönlicher Dank an: Alina Gregor, Su Jin Kim, Noah Holtwiesche, Sebastian Matthias, Antje Pfundtner, Alle P:ARTYgirls, das Kampnagelteam, Lisa und Jan, Die Rauchzentrale, H.P. Baxxter.

 

Jacqueline Saki Aslan | Retour-Kilams an Kofferkinder

 

Play - Stop - Rewind - Repeat.

 

Während wir unser Leben verswipen und denken, egal, 2022 wird eh ein geiles Jahr, erinnern wir uns an unsere Eltern und Großeltern, die unter schwersten Bedingungen alleine nach Ewrupa kamen, damit wir heute Deutschlands Wirtschafts-wunder feiern können. Unzählige Kilams und Retour-Kilams auf Tonbändern wanderten zwischen Fließbandhänden und Heimatländern, um auf Knopfdruck struggle und Sehnsucht zu ertragen. Tapes im Loop abzuspielen, half beim Überleben. Loops bedeuteten Unendlichkeit - so wie der kurdische Kreistanz. Was macht das mit uns, wenn wir uns auf die Suche nach diesem Kreis machen müssen?

Retour-Kilams an Kofferkinder behandelt das Thema Abwesen-heit. In einem êzîdîfuturistischen Akt beschwört die Solistin den Chor herauf, der auf ihre Kilams antworten soll. Sie weiß: Der Kreis hat seine eigenen Regeln, Bitches.

 

VON & MIT: Jacqueline Saki Aslan [Konzept, Bühne, Performance, Dramaturgie, Komposition, Sounddesign], Marco Merenda [Dramaturgische Beratung], Sujin Lee & Verena Brakonier [Choreografische Beratung], Afra Bobo [Vocal Coach]

 

Jacqueline Saki Aslan ist eine êzîdisch-deutsche Künstlerin, Schreibstipendiatin beim Schauspielhaus Düsseldorf und arbeitet seit ihrem Bachelor in Sozialer Arbeit und ihrem Master in Bildungswissenschaften in der freien Vermittlung an der Schnittstelle von Erinnerungskultur und Intersektionalität. Mit der Unterstützung der Dorit & Alexander Otto Stiftung und der Hamburgischen Kulturstiftung trat sie im Mai diesen Jahres im Rahmen der Transmedia Encounters von LU'UM mit ihrem Prolog RETOUR-KILAMS I auf.

 

Persönlicher Dank an: Antje Pfundtner, Su Jin Kim, Noah Holtwiesche, Sebastian Matthias, Antonya  Silva, Su Zelal Daş, Marco Merenda, Sven Woytek, Deniz Bolat, Kampnagel Hamburg, Bengü Koçatürk-Schuster, meine Familie, Performance Studies JG 19

 

Linda Lou Dierich-Matzke | Rooooooooooooooooooolling in the Deep?

 

Is it possible to roll in the deep if there is just plain surface?

Das Bewegungsprinzip des Rollens prägt Fortbewegung, Transport, Freizeitvergnügen, Selbstverwirklichung und Lifestyle, aber auch die Perspektive auf Raum und steht dabei in Beziehung zur Subjektsubstitution des rollenden Körpers. Das Stück Rooooooooooooooooooolling in the Deep? übersetzt rollende Be-Wegung und Er-Fahrung zwischen Subjekt und Umgebung auf den Bühnenboden und erschafft eine Choreografie unterschiedlicher Subjektkörper aus Kontrolle, Orientierung und Hingabe.

 

VON & MIT: Linda Lou Dierich-Matzke [Konzept, Bühne, Performance, Choreografie], Pauline Schönfelder [Dramaturgie], Marco Merenda und Sujin Lee [Outside Eye]

 

Linda Lou Dierich-Matzke studierte Kunstgeschichte und Philosophie in Frankfurt und untersucht mit einem choreografischen Ansatz den Körper im Kontext sozialer Ordnungssysteme – zum Beispiel im öffentlichen Raum. Künstlerisch tätig war sie unter anderem bei Arbeiten, die für das Nakt Festival in Hamburg, das Thessaloniki Queer Arts Festival und das Frauen*theaterfestival in Frankfurt erarbeitet wurden. Zusammen mit Kolleg*innen gründete sie das in Hamburg basierte F.ART Kollektiv.

Persönlicher Dank an: Alina Gregor, Sebastian Matthias, Antje Pfundtner, Noah Holtwiesche, Su Jin Kim, Gitta Barthel, Janosch Graffenberger, Kampnagel Crew, Performance Studies JG 19

 

Manuela Ada Ines Gangale | Burrazza

 

Wortbedeutung / Definition:

  1. abwertend Frau, die sich wie ein Mann verhält oder so aussieht.
  2. eine selbstbewusste unabhängige Frau, die sozial konstruierte Sanktionen entgegenwirkt.

 

Herkunft:

Arbëresh [alteingesessene albanische ethnische Minderheit in Mittel- und Süditalien]

burrazza = Mannsweib zusammengezogen aus: „burr`“ = Mann und „(Rag)azza“ = Frau

 

Anwendungsbeispiele:

1.) Die Töchter [von Meerschweinchen] werden aggressive Burrazzas, die Männchen bleiben sehr lange kindliche Mamasöhnchen.

2.)  „Suck my dick, flucht die Burrazza Maria.“

 

VON & MIT: Manuela Ada Ines Gangale [ Konzept, Regie, Performance], Yasemin Bolat [Performance, dramaturgische Beratung]

 

Manuela Ada Ines Gangale studierte Soziale Arbeit mit dem Schwerpunkt Kultur und Medien an der Frankfurt University of Applied Sciences. Ihr Interesse bewegt sich zwischen gendersensibler Medienarbeit und selbständiger Video Art Performance mit Menschen aus verschiedenen gesellschaftlichen Milieus.

 

Persönlicher Dank an: Yasemin Bolat, die Kampnagel-Besatzung, den Lehrenden des Studiengangs, meine Familie und Freunde und an mich selbst.

 

Programm 2. und 4.Juli

 

Kattalin Newiger Mitxelena | HASIERAN

 

Hasieran heißt Am Anfang.

Am Anfang war eine Pose. Am Anfang war Musik. Am Anfang war Lust. Am Anfang könnte eine Göttin gewesen sein. Am Anfang könnte Wasser gewesen sein. Am Anfang könnte.

 

Die Frage nach dem Ursprung durchzieht das Politische, Ästhetische und Private - in Geburtsorten, in Geschlechtern, in Biologien. In Wiederbelebungsversuchen von Ritualen und Traditionen entlädt sich die Sehnsucht nach der Benennung des Ursprungs. Doch der Ursprung bleibt immer verhüllt: Ursprung ist, ob in Gottesvorstellungen oder Evolutionserklärungen, immer Mythos. HASIERAN untersucht die Göttin und das Wasser mithilfe choreografischer, musikalischer und skulpturaler Mittel auf ihre ästhetischen und politischen Dimensionen. Es wird ein Raum eröffnet, in dem Erklärungsmuster als Projektionen von Phantasie remystifiziert werden und jeder Ursprung jetzt ist.

 

VON&MIT Kattalin Newiger Mitxelena [Konzept, Komposition, Performance], Franca Burandt [Komposition, Performance], Berenike Wuhrer [Komposition, Musik, Performance], Anngret Schultze [Komposition, Bühnenbild, Outside Body, Coach], Carolina Burandt [Bühnenbild], Johanna Winkler [Komposition, Kostümbild], Nicolas Hüdepohl & Caren Wuhrer [Video]

 

Kattalin Newiger Mitxelena studierte BA Theater- und Erziehungs-wissenschaften in Mainz und La Réunion (DOM Frankreich). Im Rahmen des Performance Studies Studiums studierte sie Tanz und Choreografie an DANTZERTI in Bilbao (Spanien). Sie ist mit Gruppen- und Kollektivarbeiten in Hamburg und Bremen vertreten. Momentan erhält sie mit dem b/w*itch Kollektiv die Nachwuchsförderung der Behörde für Kultur und Medien Hamburg und wird durch die Hamburgische Kulturstiftung und den Senator für Kultur und Medien Bremen gefördert.

 

Persönlicher Dank an  Verena Steiner, Gitta Barthel, Sebastian Matthias, Antje Pfundtner, DANTZERTI Bilbao, Kim d’all Armi, Franziska Hartmann, Kampnagel Technikteam, meine (baskische) Familie, Jose Miguel Barandiaran

 

Marco Merenda | ENTER THE MUUVE.

Jährlich ertrinken über 1000 Migrant*innen im Mittelmeer. Ungeachtet dessen beschließt Karen ein auf der Straße liegendes Baby-Stinktier namens Gerber zu retten. Das Ganze wird sorgfältig dokumentiert und in einem niedlichen Facebook-Video zusammengefasst präsentiert. Das Video wird über sechsund-vierzigtausend Mal geteilt. „This story melts my heart“, kommentiert Trudy.

Hätte die Geschichte so viele Herzen zum Schmelzen gebracht, wenn Gerber eine Migrantin gewesen wäre?

Das Performanceprojekt ENTER THE MUUVE. setzt sich mit Techniken der emotionalen Bewegung auseinander. Drei weiße Performer*innen erarbeiten ein zwanzigminütiges „Bewegungs-experiment“: ein Versuch, durch Sprache und Körper sich selbst und das Publikum für ein bestimmtes, politisch relevantes Thema zu bewegen.

 

VON & MIT: Marco Merenda [Konzept, Dramaturgie, Video, Performance], Pauline Schönfelder [Performance], Karin Rossi[Performance], Leander Steve Oelmann [Köstum, Bühne], Saki Aslan [Outside Eye]

 

Marco Merenda ist ein deutsch-italienischer Performance-künstler mit Schwerpunkt auf Regie, Performance und Physical Theatre. 2017 schloss er ein Bachelorstudium in Sprach-und Literaturwissenschaft an der Università degli Studi di Pavia ab. Im Oktober 2019 mitbegründete er das in Hamburg basierte F.ART Kollektiv.

 

Persönlicher Dank an: Noah Holtwiesche, Su Jin Kim, Antje Pfundtner, Sebastian Matthias, Christopher Ramm, Manuela Ada Ines Gangale, JG 19, Kampnagel Crew.

 

Elisabeth Kaul & Isabella Boldt | 20minuten2personen1thema

Geradlinig schwingen die zwei Performerinnen ihrem Ziel entgehen. Ihrem Ziel? Einem Ziel mit Neustart? Ein neuer Start mit neuem Ziel? Ein Ziel ohne Ende, hochhinaus und endlos weit? Ein Abschluss mit erneutem Start? Ein Hin und Her. Es pendelt ohne Unterlass, ein Tanz für Arme und Beine und eine Choreografie des Kribbelns. Es entfaltet sich ein Experiment zur Erfahrungswelt des Schaukelns – mit Spiel, Schwindel und unerträglicher Leichtigkeit. 

 

Elisabeth Kaul & Isabella Boldt, [Choreografie und Performance], Franziska Jakobi [Outside Eye]

 

Elisabeth Kaul studierte zeitgenössischem Bühnentanz in England und arbeitete seit 2015 als freischaffende Tänzerin und Choreographin. In Heidelberg gründete sie das Tanztheater green flamingo project und begleitet außerdem Produktionen im Bereich Outside Eye, PR und Produktions-management.

 

Isabella Boldt studierte zeitgenössischen Bühnentanz an der Folkwang Universität der Künste in Essen und absolvierte eine Ausbildung zur Tanzpädagogin in Hamburg. Seit 2014 arbeitet sie als freie Tänzerin in nationalen und internationalen Tanzprojekten.

 

Antonya Silva | 23040 Stunden

Zwischen Intimität, subtiler Gewalt und der Frage nach Selbstbestimmung wird in 23040 Stunden Wissen in Routinen archiviert und weitergegeben. Vergangenheiten und Gegen-warten werden geflochten, gedreht, getragen und gelassen. Europäische Maßstäbe werden belanglos und Körper und Räume zurückgeholt, während die Frage bleibt, was 23040 Stunden in einem kapitalistischen System sind/waren und sein werden.

 

Als Schnittstelle intersektionaler Erfahrungen werden Afrohaare in 23040 Stunden zur Aushandlungsfläche von Macht- und Identitätsfragen.

 

Performance & Konzept: Antonya Silva, Voicemessages von & mit: Alicia Lingner, Sara A., Juliana Eiranova, Mariza Krumnow, Josie Cordes,Yassah Arkoi, Janet Owusu & Mariama Ceesay

 

Antonya Silva absolvierte ihr Studium in Kunsttherapie und Kunstpädagogik (B.A.) an der Hochschule für Künste im Sozialen Ottersberg mit dem Schwerpunkt auf Tanz im Sozialen. Im Spannungsfeld von Kunst und Politik bewegt sie sich im Bereich Bildung und Vermittlung und forscht zu performativen Ansätzen zu Körper und Geschlecht mit dem Schwerpunkt auf Schwarzen Feminismus.

 

Mit besonderem Dank an: alle, die ihre Hairstories mit mir geteilt haben und an Regina Rossi, Camilla Vengo Kinzonzi, Jacqueline Saki Aslan, Janis Jirotka, Alina Gregor, Sebastian Matthias & JHG 19

 

Göktuğ Engel | Lachen Verboten!

 

Ein Show.

 

That's what I do in my act.

 

When I perform, it's very personal. I'm sharing things I like, inviting the audience into my room.“ 

-Andy Kaufman 

 

VON & MIT: Göktuğ Engel [Konzept, Bühnenbild, Sounddesign, Text & Performance], Barış Alpaslan [Konzept, Dramaturgie, Text], Elisabeth Gleissner [Dramaturgie, Text], Elisabeth Kaul [Outside eye & Choreographie], Tanju Girişken [Outside Eye]

 

Göktuğ Engel studierte Schauspiel an der Kadir Has Universität in Istanbul und Regie an der Akademie für Darstellende Kunst Bayern. Er arbeitet als Schauspieler, Theaterpädagoge und Regieassistent, unter anderem am Regensburger Theater, Kadir Has Theater, BKM Mutfak Bühne und Emek Bühne. Zurzeit ist er beim Mut! Theater und im Charlotte Paulsen Gymnasium als Theaterpädagoge beschäftigt. 

 

Persönlicher Dank an: Marco Merenda, Pauline Schönfelder, Sebastian Matthias, Noah Holtwiesche, Wolfgang Sting, Antje Pfundtner

 

Camilla Vengo Kinzonzi | Can You Feel It

 

„Du triffst eine Person – Du freust dich – erste Zweifel – trotzdem, ich gebe mich hin.“

 

In Can You Feel It wird dieser Prozess in seinen verschiedenen Aspekten und Gefühlen körperlich durchlebt und collageartig in Szene gesetzt.

 

Camilla Vengo Kinzonzi nimmt die Zuschauer*innen mit auf eine Reise durch die Zustände und Gefühle des Verliebt-Seins, die jede*r schon am eigenen Leibe gespürt hat.

 

VON & MIT: Camilla Vengo Kinzonzi [Konzept, Choreografie, Performance, Tanz],

Paulina Zotsmann, Helena Barbas [Beratung und Tanz], Ella Schilling [Dramaturgische Beratung], Hanne Lotzkat [Outside Eye].

 

Camilla Vengo Kinzonzi studierte Europäische Medienwissenschaft in Potsdam und absolvierte eine Weiterbildung in Tanzpädagogik und Choreografie an der Universität der Künste und der TanzTangente Berlin. Sie wirkte als Schauspielerin in diversen Film- und Theaterproduktionen mit und arbeitete als Synchronsprecherin für NETFLIX. Zukünftig wird sie ihren Fokus verstärkt auf die Bereiche Schauspiel, Choreografie und Performance richten.

 

Persönlicher Dank an: Antje Pfundtner, Noah Holtwiesche, Sebastian Matthias, Alina Gregor, Su Jin Kim, den Lehrenden des Studiengangs, meine liebe Familie und Freunde, Antonya Silva, Kampnagel Crew Hamburg.



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