Theater, Performance und Tanz in Hamburg - Kampnagel

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Gintersdorfer/Klaßen:
Am Ende des Westerns

 
  • © Knut Klassen
  • Do, 20.10.2011 24H [Premiere]
    Kampnagel – K2

Von November 2010 bis zum 10. April 2011 hatte die Elfenbeinküste zwei Präsidenten, die sich unter Beteiligung der Weltöffentlichkeit am Regieren hinderten. Ein Präsident im Regierungspalast, der andere verschanzt im Hotel Golf. Doppelte Kommandos, Drohung und Gegendrohung, unaufhörliche, uneingelöste Ultimaten erforderten ein doppeltes Denken. Ein Leben im Schizoiden für eine ganze Nation. Am 11. April wurde Laurent Gbagbo, der sich im Bunker unter der Regierungsresidenz verschanzt hatte, verhaftet und in den Norden des Landes gebracht. Ist es wirklich schon das Ende des Westerns wie Gbagbo das Duell mit seinem Erzrivalen Ouattara genannt hat? Im Stück untersuchen die Darsteller Demokratie als gefährdete und instabile Regierungsform, um die gerungen werden muss, damit sie entsteht – wie in der Elfenbeinküste; oder die am Leben gehalten werden muss, damit sie nicht abstirbt – wie in Europa. Auch die westlichen Demokratien sind auf dem Prüfstand, als Ratgeber in Afrika stehen sie unter dem Verdacht, interessengelenkt zu sein. Neben Rhetorik, die die Argumentation und Manipulation der Beteiligten klar werden lässt, setzen die Performer vor allem physische Ausdrucksmittel ein, um das Zerrissensein und die Anstrengung in einer doppelten Demokratie zu leben, erlebbar zu machen.

[Mit] Gotta Depri, DJ Meko, Ted Gaier, Hauke Heumann, SKelly, Shaggy Sharoof, Franck Edmond Yao alias Gadoukou la Star

 


Eine Produktion von Gintersdorfer/Klaßen und Kampnagel Hamburg, FFT Düsseldorf, Pumpenhaus Münster, Rotterdamse Schouwburg und Theater Chur. Gefördert durch den Fonds Darstellende Künste.


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