Theater, Performance und Tanz in Hamburg - Kampnagel

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Rabih Mroué:
Make me stop smoking - Presentation of ideas under study

 
  • So, 23.01.2011 24H
    Kampnagel – P1

So, 23.1.2011, 21:00 // Preis: 12€ (8€ erm.) // Tickets erhalten Sie hier über ticketonline oder direkt an der Kampnagel-Kasse 040 270 949 49 ohne zusätzl. Gebühren.Rabih Mroué, geboren 1967 in Beirut, ist Künstler, Schauspieler, Regisseur und Autor – und arbeitet weltweit sowohl in Galerien und Museen wie an Theatern und Performance-Orten. In seinen “Lecture-Performances” entlarvt Mroué die Konstruktion von Wahrheiten und Meinungen – und stellt ihr eine eigene, künstlerische Methode entgegen.Aus Anlass der Ausstellung von Rabih Mroué in der Hamburger Galerie Sfeir Semler (Eröffnung am 21. Januar 2011) zeigt Kampnagel mit “Make Me Stop Smoking” eine der bekanntesten Performances von Mroué. Darin rekonstruiert er durch unzählige anonyme und persönliche Dokumente, Videos, Fotos, Zeitungsausschnitte und Augenzeugenberichte die durch Krisen und Kriege zerstörte, radikal heterogene Alltagslandschaft des Libanon. Mroué fügt die einzelnen Informationen zu einem komplexen System mäandernder Narrationen zusammen, befragt so die Wahrhaftigkeit und Beweiskraft der archivierten Dokumente und stellt grundlegend die Stichhaltigkeit der rekonstruierten „Realität“ zur Disposition. Was passiert, wenn eine verlorene Landschaft über ihre archivierten Repräsentationen wieder angeeignet wird? „Seit fast zehn Jahren sammele ich wertloses Material. Ich sortiere, dokumentiere, indiziere und hüte es sorgsam vor Beschädigung. Es sind Ausschnitte aus Lokalzeitungen, Fotografien, Interviews, Nachrichten und Berichte, Auszüge aus Fernsehsendungen, Objekte und anderes …Ich besitze heute etwas Ähnliches wie ein Archiv. Besser gesagt: Ich besitze ein wirkliches Archiv, das nur mit mir zu tun hat; eine Art ergänzendes Gedächtnis, das sich in verschiedenen Ecken bei mir zu Hause befindet, obwohl ich es eigentlich nicht brauche. Es ist ein erfundenes Gedächtnis, das mich ermüdet und von dem ich mich nicht lösen kann.Ich werde daher einige Teile meines Archivs veröffentlichen und hoffe, dass ich so etwas von seinem Gewicht los werde. Das ist mein Versuch, ein Gedächtnis zu zerstören, das sich nicht selbst zu löschen weiß.“(Rabih Mroué) Eine Produktion des Internationalen Kurzfilmfestivals Oberhausen, 2006.



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