Theater, Performance und Tanz in Hamburg - Kampnagel

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Möllner Rede im Exil

Theorie / Rollstuhlgerecht / mit Hörverstärkung
  • So, 15.11.2020 14:00
    Kampnagel – K6 Verschoben

Ayşe Yılmaz, Yeliz und Bahide Arslan wurden am 23.November 1992 in Mölln bei einem rassistischen Brandanschlag ermordet und weitere Familienmitglieder teilweise schwer verletzt. Die Angehörigen und Überlebenden des Anschlags setzen sich seit vielen Jahren für ein selbstbestimmtes Gedenken von Betroffenen und Überlebenden rassistischer Gewalt ein. Im Gedenken an die Opfer findet die MÖLLNER REDE IM EXIL statt – eine kritische Bestandsaufnahme zum gesellschaftlichen Rassismus. Seit 2013 ist die Rede nicht mehr Teil des offiziellen Gedenkens der Stadt Mölln. Es schien nicht länger erwünscht, dass die Familie der Ermordeten die Redner*innen selbst bestimmt. Seitdem wird sie an wechselnden Orten »im Exil« gehalten: in Hamburg, Lüneburg, Bremen, Köln, Berlin und Frankfurt am Main. Erst wenn Betroffene ihre Geschichten erzählen und ihnen zugehört wird, ändern sich die Perspektiven des Erinnerns. Die MÖLLNER REDE IM EXIL schafft Orte der Verbundenheit in Verletzlichkeiten. Wir brauchen viele solcher Orte der Solidarität, des Austausches, der Trauer, der Wut und der Ermutigung. Es sprechen Angehörige der Familien Arslan und Yılmaz, sowie die Aktivistion Newroz Duman und die angehende Rabbinerin Naomi Henkel-Gümbel.

Newroz Duman ist Aktivistin für Selbstorganisierung, Flucht, Empowerment und Antirassismus. Gemeinsam mit den Angehörigen der Ermordeten, den Verletzten und anderen Aktiven kämpft sie in der Initiative 19. Februar um Erinnerung, Gerechtigkeit, Aufklärung und Konsequenzen der rassistischen Anschläge in Hanau. Sie ist außerdem Referentin in der politischen Bildungsarbeit, Bewegungsarbeiterin /Bewegungsstiftung, organisiert bei Jugendliche ohne Grenzen und Vorstandsmitglied von PRO ASYL.

Naomi Henkel-Gümbel ist Rabbinerin in Ausbildung, Überlebende des Anschlags auf die Synagoge in Halle und Nebenklägerin im Prozess gegen den Attentäter.

Wir weisen darauf hin, dass zum Jahrestag des rassistischen Anschlags in Mölln am 23.11. außerdem ein offenes Gedenken organisiert wird; aktuelle Informationen hierzu finden Sie unter: gedenkenmoelln1992.wordpress.com

Organisiert von den Familien Arslan und Yılmaz und dem „Freundeskreis im Gedenken an die rassistischen Brandanschläge von Mölln 1992“. Der „Freundeskreis im Gedenken an die rassistischen Brandanschläge von Mölln 1992“ besteht aus Mitgliedern und Freund*innen der Familie Arslan und Einzelpersonen verschiedener anti-faschistischer und anti-rassistischer Gruppen.

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