Theater, Performance und Tanz in Hamburg - Kampnagel

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Greatest Hits 2016:
Nelly Boyd Ensemble

 
  • © Christina Hansen
Musik
  • Fr, 18.11.2016 18:00
    Kampnagel – K4

John Cage: Four6
Morton Feldman: Durations 2
James Tenney: For percussion perhaps, or … (night)
Alvin Lucier: Criss-Cross

Auch der zweite Tag von Greatest Hits dreht sich um die (musikalische) Freundschaft von Morton Feldman und John Cage. Die Spezialisten des Hamburger Komponistenkollektivs Nelly Boyd – das Hausensemble vom klub katarakt – widmen sich je einem Werk der beiden amerikanischen Musikergrößen und stellen ihnen zwei Vertreter der Nachfolgegeneration gegenüber, die für reizvolle Hörerlebnisse sorgen.

Nelly Boyd Ensemble
Der Nelly Boyd Kreis ist ein Hamburger Ensemble und Komponistenkollektiv und wurde 2004 gegründet. Die Mitglieder stammen aus verschiedenen Disziplinen wie bildender Kunst, klassischer Komposition, elektroakustischer Musik, Rock und freier Improvisation. Als Kollektiv realisiert Nelly Boyd wechselseitig die musikalischen Ideen seiner Mitglieder. Als aufführendes Ensemble erforscht der Nelly Boyd Kreis seine musikalischen Einflüsse durch Komponisten der europäischen und amerikanischen klassischen Avantgarde und lädt dazu häufig Gastmusiker ein. Die Programme haben stets konzeptionellen Charakter und arbeiten stark mit der jeweiligen Aufführungssituation. Das Ensemble spielte u. a. Werke von John Cage, Morton Feldman, Terry Riley, Karlheinz Stockhausen und James Tenney und arbeitete mit den Komponisten Alvin Lucier, Phill Niblock, Christian Wolff und mit Charles Curtis für eine Aufführung von La Monte Youngs »Composition 1960 # 7«. Nelly Boyd spielt regelmäßig auf den Festivals Blurred Edges und klub katarakt in Hamburg und hat Auftritte weltweit.

Alvin Lucier
Eine Gratwanderung zwischen Performance, Musik und Wissenschaft: Der amerikanische Komponist Alvin Lucier misst auch schonmal seine Gehirnwellen, um damit ein Schlagzeug zu spielen. In seinem bekanntesten Stück »I Am Sitting in a Room« spielt Lucier eine Aufnahme seiner eigenen Stimme wieder und wieder in einem Raum ab, bis nur noch die dem Raum eigene Resonanz zu hören ist. In den 60er Jahren traf er Karlheinz Stockhausen und John Cage und wurde von beiden stark beeinflusst, Cage animierte ihn erstmals eigene Stücke zu schreiben. 1966 gründete er mit anderen Komponisten die Sonic Arts Union, ein Komponistenkollektiv, das zehn Jahre lang mit Live-Elektronik auftrat. Er lehrte 40 Jahre lang an der Wesleyan University in Conneticut. Inzwischen ist Lucier emeritiert.

James Tenney
James Tenney gilt als einflussreichster Komponist im Bereich der elektronischen und synthetischen Klangerzeugung. Nach seinem Studium hatte Tenney Kompositionsunterricht bei John Cage und Edgar Varèse. Er arbeitete mit den anderen einflussreichen Komponisten der 60er Jahre zusammen: darunter Steve Reich, Morton Feldman, John Cage und Philip Glass. Seine Arbeiten verbinden Stochastik, Elektronik und Informationstheorie. In seiner viel beachteten theoretischen Schrift »Meta/Hodos« beschreibt er eine neue Methode der musikalischen Analyse.


GREATEST HITS ist eine Kooperation zwischen Elbphilharmonie Hamburg, Kampnagel und NDR das neue werk.
Gefördert von Feldtmann Kulturell, Hamburgische Kulturstiftung, BMW Niederlassung Hamburg, Kulturbehörde Hamburg. 
Präsentiert von NDR Kultur.


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