Theater, Performance und Tanz in Hamburg - Kampnagel

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Hamburger Theater Festival 2016
Schauspiel Frankfurt:

Penthesilea

 
  • © Birgit Hupfeld
Theater & Performance
  • Sa, 22.10.2016 20:00 [Einführung]
    Kampnagel – K6
  • So, 23.10.2016 20:00
    Kampnagel – K6

»Wir vernichten, was wir lieben«, so brachte die Schriftstellerin Christa Wolf das Thema von Kleists »Penthesilea« auf den Punkt. Es ist eine kriegerische Welt, in der die Amazonenkönigin und der griechische Heerführer Achill wie zwei Gestirne aufeinanderprallen und an ihrer fatal entgrenzten Liebe zueinander schier verglühen. Auf dem Schlachtfeld müssen Amazonen ihre Männer besiegen, so will es das Gesetz. Penthesilea gerät in den Konflikt zwischen bedingungsloser Gesetzestreue und dem ureigenen Gefühl – ein tödlicher Zwiespalt…

Kriegsheld Achill hat noch nie ein Gefecht verloren. Er fordert Penthesilea zum Zweikampf, in dem er sich ihr unbewaffnet unterwerfen will. Dieses Liebesgeständnis verkennend, tötet ihn die Amazone blind vor Leidenschaft in mörderischer Ekstase.

Michael Thalheimer inszeniert Kleists sprachliches Meisterwerk in einer auf drei Personen konzentrierten Fassung. Kleists radikaler Ansatz schreckte seine Zeitgenossen, die sich im wohltemperierten Klassizismus ihrer Epoche zuhause sahen, regelrecht ab. »Penthesilea« wurde erst 65 Jahre nach seinem Tod uraufgeführt.

Einführung in das Stück von Sibylle Baschung am 22. Oktober um 19 Uhr


»Der Eiserne Vorhang im Großen Haus des Frankfurter Schauspiels hebt sich maßvoll knirschend für einen Theaterabend, der für Kleists Tragödie der Maßlosigkeiten eine strenge, ganz auf die Wucht der Worte vertrauende und deshalb faszinierende Form entfalten wird. Gebannte Stille im Publikum. Es ist, als würden siebenhundert Premierenbesucher hundert Minuten lang den Atem anhalten. [...] Constanze Becker und Felix Rech gelingen überwältigende Schlussmomente eines großen  Theaterabends.« FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG
»Dieser Abend ist Texttheater und Schauspielertheater pur. Er ist eine konzentrierte Wohltat.« NACHTKRITIK
»Höhe, Wucht und Einfachheit: In der Sprechweise von Constanze Becker liegt das Wunder von Michael Thalheimers Inszenierung. [...] Die überwältigende Constanze Becker setzt ihre Worte mehr in den Raum, als dass sie sie prosodisch formen würde. Worte bekommen bei ihr Materialität. Sie kann sie einfärben, scharf, imaginativ, entsetzt, zart, hochmütig, überlegen, lässig bis zur Nachlässigkeit. [...] Michael Thalheimer und Constanze Becker erreichen eine Höhe, Wucht und Einfachheit, die im Theater selten ist.« NEUE ZÜRCHER ZEITUNG
»Einmal mehr erweist sich Thalheimer als begnadeter Tragödien-Flüsterer.« TAZ

  • Text: Heinrich von Kleist
  • Mit: Constanze Becker, Felix Rech, Josefin Platt
  • Regie: Michael Thalheimer
  • Bühne: Olaf Altmann
  • Kostüme: Nehlke Balkhausen
  • Musik: Brend Wrede
  • Dramaturgie: Sibylle Baschung

Eine Produktion des Schauspiels Frankfurt. Eine Kooperation mit Kampnagel.


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