Theater, Performance und Tanz in Hamburg - Kampnagel

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Prof. Dr.-Ing. Steffi Beckhaus:
Hamburger Klangwerktage: festivalCAMPUS | Symposium »Musik & Elektronik«

Musik
  • Do, 27.11.2008 20:00
    Kampnagel Internationales Zentrum für schönere Künste

Zwischen Real und Digital: Innovative Schnittstellen in den elektronischen Raum.Kreativität verlangt freie Möglichkeiten des Ausdrucks und der Schaffung von Neuem. Computerschnittstellen versuchen, durch Vereinheitlichung und Normung Synergien nutzbar zu machen und schränken dabei natürlicherweise die Möglichkeiten des freien Arbeitens mit einem Medium stark ein. Die Entwicklung solcher Schnittstellen ging vielfach aus zu Gunsten des Computers: einfach für den Computer zu verstehende Regler und Tasten sind der Standard, um mit dem Computer zu interagieren.Ganz anders sähe eine Sichtweise aus der Perspektive des Menschen aus, der mit all seinen Sinnen und Fähigkeiten kreativ arbeitet. Selbst beim handschriftlichen Fertigen eines Briefes riechen wir die Tinte, hören das Papier und geben der Linienführung unterschiedlichen Ausdruck. Mit Bewegungssensoren in aktuellen mobilen Geräten und anderen fortschrittlicheren Technologien haben wir heute neue Potentiale, dem Computer wieder etwas der Einschränkungen abzuringen.Dieser Vortrag stellt innovative Möglichkeiten vor, mit denen digitale Programme gesteuert werden können. Das ChairIO, als ein Beispiel, ist eine sitzbasierte Schnittstelle zum Computer. Mit ihr werden durch Verlagerung des Körpers auf einem Hocker intuitiv und dynamisch Bewegungen oder Daten kontrolliert. Fahrten durch dreidimensionale virtuelle Welten sind dadurch genauso einfach möglich zu steuern, wie viele Spiele. Ein zweites Beispiel ist die GranulatSynthese, eine an einen Sandkasten erinnernde Tischprojektion. Klänge, Bilder und Granulat verschmelzen zu einer audiovisuellen haptischen Installation, die durch Muster in der Granulatfläche beeinflusst wird. Beide Ansätze verbinden auditive, haptische und kinästhetische Elemente im realen Raum mit elektronischen Daten im Computer. Die Schnittstelle wird als Instrument, als Teil der Installation begriffen, die durch ihre multisensorischen Eigenschaften ihre eigene Präsenz erhält und nicht mehr nur als Vermittler dient. Beide Ansätze wurden im im.ve lab des Departments Informatik an der Universität Hamburg entwickelt.



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