Theater, Performance und Tanz in Hamburg - Kampnagel

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Hamburger Krimifestival:
Von Wacken nach Mogadischu

 
  • Krischan Koch
  • Fr, 01.11.2013 20:00
    Kampnagel – K6

Krischan Koch liest aus »Rote Grütze mit Schuss«

Hannes Nygaard liest aus »Fahrt zur Hölle«

Heike Denzau liest aus »Tod in Wacken«

Antje Flemming moderiert

600 Schafe und 176 Einwohner leben hinterm Deich in Fredenbüll an der Nordseeküste. Idylle pur! Doch plötzlich ist es einer weniger, denn eines Morgens wird Biobauer Jörn Brodersen tot aufgefunden, nachdem er recht nachhaltigen Kontakt mit seinem eigenen Mähdrescher hatte. Polizeiobermeister Thies Detlefsen, der normalerweise alle Hände voll zu tun hat, die Kriminalitätsrate in Fredenbüll hochzuhalten, damit seine Wache nicht geschlossen wird, kriegt richtig Stress, als auch noch Swaantje Ketels, die schöne Gattin des Versicherungsvertreters, verschwindet. Zum Glück kommt Unterstützung in Person der Kriminalhauptkommissarin Stappenbek aus Kiel. Aber eine Frau auf dem Deich? Wenn das man kein Unglück bringt ... »Rote Grütze mit Schuss« (dtv) ist der dritte, überaus vergnügliche »Küsten-Krimi« des NDR-Filmkritikers und Kabarett-Autors Krischan Koch. Seine skurrilen Charaktere und ausgefallenen Todesfälle ersinnt er mit Blick aufs Wasser – von seinem Zweitwohnsitz auf Amrum aus.

Dr. Lüder Lüders, Kriminalrat beim LKA Kiel, lässt diesmal die Waterkant weit hinter sich, denn sein neuester Fall wächst sich zum Politskandal von internationaler Brisanz aus: Der Flensburger Frachter »Holstenexpress« wurde von somalischen Piraten entführt. Dr. Lüders wird nach Somalia entsandt, um vor Ort zu recherchieren. Noch kein Europäer ist bislang in die Hochburg der Entführer am Horn von Afrika eingedrungen, doch unserer wackerer Kriminalrat lässt nichts unversucht, um die skrupellosen Verbrecher zu stellen, obwohl er Leib und Leben dabei in Gefahr bringt. In »Fahrt zur Hölle« (Emons) schlägt der Kriminalschriftsteller Hannes Nygaard nach seinen kultigen »Hinterm Deich Krimis« neue Saiten an, ernster, politischer, aber ebenso spannend wie in den Vorgänger-Bänden.

Heavy-Metal-Fans, so die landläufige Meinung, sehen zwar manchmal zum Fürchten aus, haben aber gemeinhin Herzen aus Gold. So vermitteln es zumindest die Einwohner des 1900-Seelen-Dörfchens Wacken, jeden August Schauplatz des größten Metall-Musik-Festivals der Welt. Doch in diesem Jahr ist alles anders, denn Oberkommissarin Lyn Harms ermittelt in drei Mordfällen, deren Opfer nichts zu verbinden scheint als ihr Musikgeschmack. Die unerschrockene Kommissarin macht sich auf nach Wacken, denn dort droht der Killer erneut zuzuschlagen. Keine ganz leichte Aufgabe, bei 75.000 schwarz gekleideten, mit Silber geschmückten Menschen, die bei sengender Sonne und ein, zwei, drei, vielen Bieren verzückt der Metall-Musik lauschen ...

Heike Denzau hat für ihren dritten Regionalkrimi »Tod in Wacken« (Emons) gründlich vor Ort recherchiert und den Metallern aufs Maul geschaut. Entstanden ist so ein authentischer, spannender Kriminalroman an einem unverbrauchten Schauplatz. (Welche Musik die Autorin privat hört, war bei Redaktionsschluss noch nicht bekannt.)


Das Hamburger Krimifestival ist eine Initiative von Buchhandlung Heymann, Literaturhaus Hamburg, Hamburger Abendblatt in Zusammenarbeit mit Kampnagel.

29.10. bis 02.11.2013


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