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IIPM - International Institute of political murder, Berlin/Zürich:
Hate radio

 
  • © Daniel Seiffert
Theater & Performance
  • Do, 04.10.2012 20:00
    Kampnagel – K1

Hätte man ein wirkungsvolles Ziel gesucht, um den Genozid in Ruanda zu verhindern, schrieb der Journalist Philip Gourevitch, wäre die Radiostation RTLM ein guter Anfang gewesen. Mit unbeschreiblichem Zynismus hatten die Mitarbeiter des populären Senders den Völkermord 1994 wie eine Werbekampagne vorbereitet. Das Programm bestand aus Pop-Musik, packenden Sportreportagen, politischen Pamphleten und an Verachtung nicht zu überbietenden Mordaufrufen. Die Grooves der neuesten kongolesischen Bands und aggressivste Rassenkunde vereinten sich hier auf wenigen Quadratmetern zu einem düsteren Laboratorium rassistischer Ideologie. Das Projekt Hate Radio lässt die Radiostation RTLM in originalgetreu nachgebauten Kulissen wieder live auf Sendung gehen. Als eine der zehn bemerkenswertesten Inszenierungen des Jahres wurde Hate Radio zum Berliner Theatertreffen 2012 eingeladen.

Publikumsdiskussionen:

[Fr] 05.10. mit Dr. Gerd Hankel (Hamburger Institut für Sozialforschung)[Sa] 06.10. mit Dirk Laabs (Journalist, Autor)
[So] 07.10. mit Prof. Gesa Ziemer (HCU)

BUCH/REGIE Milo Rau
DRAMATURGIE/CONCEPTUAL MANAGEMENT Jens Dietrich
MIT
Afazali Dewaele, Sébastien Foucault, Estelle Marion, Nancy Nkusi und Diogène Ntarindwa
UND DEN STIMMEN VON Thomas Bading und Sven Tjaben
BÜHNE/AUSSTATTUNG Anton Lukas
VIDEO Marcel Bächtiger
TON Jens Baudisch
PRODUKTIONSLEITUNG Milena Kipfmüller

 



Eine Koproduktion des IIPM Berlin/Zürich mit Migros-Kulturprozent Schweiz, Kunsthaus Bregenz, Hebbel am Ufer (HAU) Berlin, Schlachthaus Theater Bern, Beursschouwburg Brüssel, migros museum für gegenwartskunst Zürich, Kaserne Basel, Südpol Luzern, Kigali Genocide Memorial Centre. Mit der Unterstützung von Hauptstadtkulturfonds (HKF), Migros-Kulturprozent Schweiz, Pro Helvetia – Schweizer Kulturstiftung, Kulturelles.bl (Basel), Bildungs- und Kulturdepartement des Kantons Luzern, Amt für Kultur St. Gallen, Ernst Göhner Stiftung, Stanley Thomas Johnson Stiftung, Alfred Toepfer Stiftung F.V. S., GGG Basel, Goethe-Institut und Brussels Airlines. Diese Veranstaltung wird ermöglicht durch das NATIONALE PERFORMANCE NETZ im Rahmen der Gastspielförderung Theater aus Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie der Kultur- und Kunstministerien der Länder und durch die Ilse und Dr. Horst Rusch-Stiftung.


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