Theater, Performance und Tanz in Hamburg - Kampnagel

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Internationales Sommerfestival 2012
Schwabinggrad Ballett:

Platz der unbilligen Lösungen

 
  • © Schwabinggrad Ballett
  • Do, 16.08.2012 24H

Do 16.08. /ab 16:00 Zelte aufschlagen, Camp einrichten und abhängen mit dem Schwabinggrad Ballett

Fr 17.08. /ab 11:00 Camp geöffnet /22:30 Aris Chatzistefanou und Katarina Kitidis zeigen ihren neuen Film CATASTROIKA, im Anschluss Debatte mit Filmemachern

Sa 18.08. /ab 11:00 Camp geöffnet

Die politische Ökonomie der Eurokrise. Kurz-Teach-Ins von: Karl-Heinz Roth (Publizist), Babis Agrolabos (Journalist), Enmedio (aktivistisches Kollektiv aus Barcelona) und Paolo Fusi (Wirtschaftsdedektiev / Aktivist, Italien). Der Abend wird mitgestaltet vom Buttclub Chor

24:00 Mitternachtsversammlung und Diskussion

Park Fiction, Antonistrasse/Hafenstrasse, Eintritt frei

Politische Ökonomie für alle? Warum nicht den Park dafür nutzen, der die bessere Welt schon im Namen trägt: Park Fiction, der Platz, den sich die Leute auf St. Pauli erkämpft haben. Im Zucotti Park, an der Puerta del Sol, auf dem Syntagmaund dem Tahrir-Platz haben Zehntausende ihren politischen Eliten die Gefolgschaft verweigert und echte Demokratie ausprobiert. Das aktivistisch-künstlerische Kollektiv Schwabinggrad Ballett hat in Athen die Proteste gegen das Sparpaket begleitet, ein Ei auf die deutsche Botschaft geworfen, Leute befragt und festgestellt: Die Krise ist auch ein Impuls, wirtschaftliche und soziale Fragen kollektiv zu debattieren, statt sie den politischen Technokraten und den Lobbyisten des Finanzkapitals zu überlassen, wie es de facto seit 2008 geschieht. Privatisierung, Sparprogramme, Umschuldung? Raus aus dem Euro oder drin bleiben? Sind das die richtigen Fragen? Wie geht politische Ökonomie von unten? Können wir uns dafür wechselseitig schlau machen? Auf dem besetzten Syntagma-Platz setzte die „Real Democracy“-Bewegung 2011 zwei einfache Prinzipien durch. Erstens: Fahnen sind verboten. Alle die sprechen, sprechen nur für sich, nicht für Organisationen, Parteien oder Gewerkschaften. Zweitens: Das Rederecht wird ausgelost. Vielleicht halten wir es auch so, wenn wir in der Nacht vom 18. auf den 19. August zur Mitternachtsversammlung aufrufen – Endpunkt des dreitägigen Camps auf dem Platz der unbilligen Lösungen. Wir campen, richten eine Speakers Corner ein, hängen ab und brechen zu Exkursionen auf. An den Abenden laden wir Theoretiker, Filmemacher und Aktivistinnen aus Griechenland und Deutschland ein. Und all das an einem Kiezwochenende zwischen „Cruise Days“und Bierseligkeit? Ist das nicht zum Scheitern verurteilt? Wie auch immer. Wenn sich etwas ändern soll, brauchen wir auch öffentliche Diskurse auf öffentlichen Plätzen. Also versuchen wir das. Es bringt uns weiter.

PLATZ DER UNBILLIGEN LÖSUNGEN ist ein Projekt von Schwabinggrad Ballett und dem Internationalen Sommerfestival Hamburg 2012 mit Unterstützung der Rosa Luxemburg Stiftung.



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