Theater, Performance und Tanz in Hamburg - Kampnagel

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Spielzeiteröffnung 2019/20
Boris Charmatz:

10000 Gesten

 
  • © Gianmarco Bresadola
  • © Gianmarco Bresadola
  • © Gianmarco Bresadola
  • © Gianmarco Bresadola
Tanz / Rollstuhlgerecht
  • Fr, 27.09.2019 20:00
    Warm-Up auf der Piazza um 18:30
    Kampnagel – K6
  • Sa, 28.09.2019 20:00
    Kampnagel – K6
  • So, 29.09.2019 20:00
    Kampnagel – K6

Warm Up Fr-27.09. / 18:30, Ort: Piazza

10000 GESTEN ist ein Tanzstück, in dem keine einzige Bewegung wiederholt wird. Kaum aufgeführt, verschwindet jede einzelne unwiederbringlich und ist so nur für einen flüchtigen Moment greifbar. Es entsteht ein Gesamtbild, in dem Blicke und Gedanken der Zuschauer*innen unablässig vom Einzelnen auf die Gruppe gelenkt werden, vom Detail auf das Gesamtbild und wieder zurück. Der französische Choreograf und Tänzer Boris Charmatz feiert damit die Einzigartigkeit jeder Tanzaufführung als nicht wiederholbares Erlebnis – eine choreografische Ode auf die Flüchtigkeit des Tanzes und das Potenzial jedes einzelnen Tänzer*innenkörpers. Die 24 Tänzer*innen im Bühnenraum sind greifbares, physisches Material, die in einem sogartigen Tanz den Wert von Vergänglichkeit darstellen. Charmatz, der immer wieder die Nähe zur Bildenden Kunst und Philosophie sucht, arbeitete in 10000 GESTEN erneut mit dem Mode- und Kostümdesigner Jean-Paul Lespagnard zusammen. Mit den heterogenen Outfits und Accessoires sowie der monumentalen Trauermusik aus Mozarts Requiem mündet dieses explosive Alphabet des Tanzes in eine visuelle Hypnose – als würde man vor dem inneren Auge das Leben im Zeitraffer vorbeiziehen sehen. Boris Charmatz gilt als einer der wichtigsten Tanz-Erneuer*innen der Gegenwart und war zuletzt mit der ortsspezifischen Arbeit DANSE DE NUIT 2018 im Kampnagel-Programm.

 


„Wie Charmatz seine Truppe guerillamäßig die Tanzfläche stürmen und wieder auseinanderstieben lässt, ist sensationell. Atemberaubend sind Tempo und Präzision. Im choreografischen Wimmelbild flackern die (Hand-)Haltungen nur so vorüber, vom Kopfkratzen bis zur Segnungsgebärde. Erschöpfend, aber grandios.“ - Berliner Morgenpost
„Boris Charmatz ist einer der interessantesten und erfolgreichsten Choreografen seiner Generation, der sowohl strukturanalytische als auch emotionale Arbeiten inszenieren kann und diese Fähigkeiten mit einem Gespür für aktuelle Moden verbindet. Dass er routiniert mit Raum umgeht, ihn entgrenzen und einhegen, Bewegung dynamisch bündeln, vereinzeln, ausschwärmen lassen und streuen kann, das zeigt auch 10.000 Gesten wieder. Besonders im Zusammenspiel mit dem cineastischen Licht von Yves Godin, der zunächst nur den Schein der durch die großen Glasfenster dringenden Außenbeleuchtung nutzt.“ - ZEIT Online


  • Choreografie: Boris Charmatz
  • Interpretation: Djino Alolo Sabin, Salka Ardal Rosengren, Or Avishay, Régis Badel, Jessica Batut, Nadia Beugré , Alina Bilokon, Nuno Bizarro, Matthieu Burner, Ashley Chen, Konan Dayot, Sidonie Duret, Bryana Fritz , Julien Gallée-Ferré, Kerem Gelebek, Rémy Héritier, Tatiana Julien, Johanna-Elisa Lemke, Noé Pellencin, Solène Wachter, Frank Willens
  • Choreographischer Assistenz: Magali Caillet-Gajan
  • Licht: Yves Godin
  • Lichttekniker: Iannis Iapiot
  • Kostüme: Jean-Paul Lespagnard
  • Stimmbildung: Dalila Khatir
  • Generalbühnenleiter: Fabrice Le Fur
  • Ton: Olivier Renouf
  • Ankleider: Mickaël Lecoq
  • Produktionsmanagement: Hélène Joly, Martina Hochmuth, Florentine Busson

Eine Produktion von Terrain I Boris Charmatz, Musée de la danse. Terrain wird vom Ministerium für Kultur - Direktion Générale de la Création Artistique und der Region Hauts-de-France subventioniert. Terrain wird im Rahmen seiner Ansiedlung im Hauts-de-France mit der Opéra de Lille, dem Phénix scène nationale de Valenciennes und dem Maison de la Culture Amiens assoziiert. Boris Charmatz ist ein Associate Artist mit Charleroi danse (Belgium) für drei Jahre, von 2018 bis 2021.

Gastspiel gefördert im Rahmen des Bündnisses internationaler Produktionshäuser von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und mit freundlicher Unsterstützung des Institut français und des französischen Ministeriums für Kultur / DGCA.


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