Theater, Performance und Tanz in Hamburg - Kampnagel

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KAMPNAGEL HISTORIE

DIE FABRIKZEIT

 

Eisenwerk Nagel & Kamp

1865 als Eisenwerk Nagel & Kaemp gegründet.

1875 bis 1968

Produktion von Großmaschinen; zunächst Reismühlen, dann vor allem Ladegeschirr und Kräne. Noch heute finden sich in Häfen aller Kontinente Kampnagel-Kräne.

Schauplatz des Romans "Maschinenfabrik N&K" von Willi Bredel, in dem die Geschichte des gescheiterten Arbeiteraufstandes gegen die Weimarer Republik von 1923 geschildert wird.

 

 

Ab 1939 Rüstungsbetrieb

Ab 1945 Wiederaufnahme der zivilen Produktion von Ladetechnik für Schiffe und Häfen

1968: Infolge des Siegeszuges der Container-Technologie bricht die Nachfrage nach den traditionellen Kampnagel-Produkten ein.

Das Werk wird an den Demag-Konzern verkauft und bis 1981 werden auf dem Gelände Gabelstapler hergestellt.

 

DIE THEATERZEIT

1981 endet mit der Stillegung der Produktionsanlagen die Fabrikzeit auf Kampnagel. Senat und Bezirk planen den Abriß der Hallen und die Bebauung mit Wohnanlagen; der Abriß wird zunächst ausgesetzt:

Ab 1982 nutzt DAS DEUTSCHE SCHAUSPIELHAUS einen Teil der Gebäude während der Sanierung des Stammhauses an der Kirchenallee als Ausweichquartier für den gesamten Betrieb der Intendanz, Verwaltung über Werkstätten, Probebühnen bis zu Spielstätten.

Vom 5. bis 10. Oktober 1982 erstes FESTIVAL BESETZUNGSPROBEN der Hamburger freien Theatergruppen auf dem Gelände, die hier einen idealen Produktions- und Spielort für ihre Arbeit sahen.

 

1983: Gastspiel  Peter Brook: "Carmen" und Festival "Besetzungsprobe 2. Bild": Forderung an den Senat, Kampnagel den freien Gruppen zur Dauernutzung zur Verfügung zu stellen

1984: Rückkehr des Deutschen Schauspielhauses an die Kirchenallee; erstes SOMMERTHEATER-FESTIVAL der Freien Gruppen. Der Senat beschließt die Aussetzung des Abrißbeschlusses/den Erhalt der Hallen 1 bis 6, "solange sie vom Publikum angenommen werden".

1989

1985 : Ab März kontinuierlicher Spielbetrieb auf KAMPNAGEL  unter der künstlerischen Leitung von Hannah Hurtzig und Mücke Quinckardt. Im Juli/August: regelmäßiges INTERNATIONALES SOMMERTHEATER-FESTIVAL unter der Leitung von Dieter Jaenicke. Träger des Geländes ist zunächst die Hamburger Kulturbehörde. ZEIT-Artikel von 1988

1986: Erstes Frauenfestival HAMMONIALE unter Leitung von Irmgard Schleier auf dem Gelände; das Festival findet seither in zweijährigem Turnus in der Trägerschaft eines Vereins statt; die künstlerische Leitung haben seit 1995 Isabella Vertes-Schütter und Irmgard Schleier.

1987: INTERNATIONALES TANZTHEATER-FESTIVAL,  veranstaltet von der Hamburgischen Staatsoper; anschließend regelmäßige Bespielung der Halle [k6] durch die Staatsoper mit Arbeiten von z.B. Robert Wilson, John Neumeier u.a.

1987: Eröffnung der GALERIE [kx] im Verwaltungsgebäude; die Galerie wird von einem selbstverwalteten Trägerverein betrieben und zeigt regelmäßig Ausstellungen, Installationen und Performances zeitgenössischer und internationaler Künstlerinnen und Künstler.

1987: Eröffnung des Ausstellungsraumes [k3] mit "Neue Kunst in Hamburg", kuratiert durch den Direktor des Kunstvereins, Karl-Egon Vester.

 

 

1989: Theater der Welt

Kampnagel als Spielstätte bei Theater der Welt 1989.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1990: Berufung eines Trägervereins für Kampnagel. Neue Leitung: Hans Man in´t Veld und Wolfram Kremer, die für das Programm der regelmäßigen Bespielung der Hallen verantwortlich sind.

1991: Unter dem Namen JUNGENDTHEATER FÜR HAMBURG AUF KAMPNAGEL (JAK) wird von Jürgen Zielinski ein Projekt zur Schaffung eines eigenständigen Jugendtheaters in Hamburg ins Leben gerufen.

1992: Wechsel in der kaufmännischen Leitung: Jack F. Kurfess , bisher Verwaltungsleiter von "Die Werkstatt Tanzhaus NRW", wird kaufmännischer Direktor von Kampnagel.

Februar 1993: Umwandlung des Trägervereins in eine GmbH mit der Aufgabe, die Hallen mit einem Programm aus Eigen- und Koproduktionen und Gastspielen zu bespielen. Zu Geschäftsführern der GmbH werden Hans Man in´t Veld und Jack F. Kurfess  berufen. Vorsitzende des Aufsichtsrates ist die Kultursenatorin Dr. Christina Weiss.

Oktober 1993: Umzug des Kinos ALABAMA  auf das Gelände; unter der Leitung von Doris Bandhold und Michael Konrad entsteht ein anspruchsvolles Filmkunst-Kino für den Stadtteil.

Juni 1994: Jürgen Zielinski erklärt das Projekt JAK für gescheitert.

August 1994: Wechsel der künstlerischen Leitung an den ehemaligen Leiter des Zürcher Theaterspektakels, Res Bosshart; kaufmännischer Direktor bleibt Jack F. Kurfess.

Februar 1997: Verkauf des Randgrundstückes zur Barmbeker Straße durch den Senat; ein Teil des Verkaufserlöses wird für umfangreiche Sanierungs- und Umbaumaßnahmen der Theaterhallen bereitgestellt.

1998: Mit dem Abriss der Fundushalle am Kanal und dem Neubau von Wohn- und Gewerbebauten, der sogenannten "Randbebauung" erhält das ehemalige Fabrikgelände Kampnagel seine gegenwärtige Struktur. Für die Kunst bleibt der Kern (Halle 1-6) erhalten.

2. Mai 1998 bis 3. November 1998: Umbau und Sanierung der Hallen.

Dezember 1998: Die Kulturbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg beschließt eine Strukturreform auf Kampnagel : Ab der Spielzeit 2001/2002 wird die Kampnagel Internationale Kulturfabrik GmbH nicht nur Träger des Jahresbetriebes sein, sondern auch ein Theaterfestival im Sommer veranstalten, das das bisher eigenständige „Internationale Sommertheater Festival Hamburg“ ablöst.

4. November 1998: Feierliche Neueröffnung Kampnagels  und Beginn der Spielzeit 1998/99 mit der japanischen Bühnenperformance Dumb Type.

Juni 1999: Die HAMMONIALE, das Festival der Frauen, findet zum letzten Mal in Hamburg auf Kampnagel statt.

1999: Es stellt sich heraus, dass das während der Umbauphase geschlossene Alabama Kino vorerst nicht wiedereröffnet werden kann.

Oktober 1999: Der Aufsichtsrat beruft die Gründerin und Leiterin des Festivals EUROKAZ (Zagreb) und bisherige Leiterin des Theaters am Chapter Arts Centre (Cardiff), Gordana Vnuk zur neuen Intendantin  von Kampnagel ab der Spielzeit 2001/2002.

August 2000: Wechsel in der kaufmännischen Geschäftsführung: Tessa Beecken , bisherige Chefdisponentin und Stellvertreterin des Intendanten des Theaters Aachen, tritt die Nachfolge von Jack F. Kurfess an. Künstlerischer Leiter bleibt bis 2001 Res Bosshart.

August/September 2001: Gordana Vnuk stellt sich mit dem neuen Kampnagel-Sommerfestival LAOKOON  erstmals dem Publikum vor. 2002 wird der japanische Theaterexperte Hidenaga Otori die künstlerische Leitung des Festivals für drei Jahre übernehmen.

September 2001: Kampnagels Existenz wird langfristig durch den Abschluss eines Mietvertrages über die Dauer von 15 Jahren mit der Sprinkenhof AG gesichert.

5. Oktober 2001: Mit einer spektakulären Europapremiere - die japanische Gruppe ISHINHA  zeigt die Jan-Jan Oper "Ryusei" - eröffnet Gordana Vnuk ihre erste Spielzeit.

November 2001: Das Alabama-Kino wird wieder eröffnet.

Dezember 2001: Der Neubau des Gastronomiebetriebes "Casino" wird nach Entwürfen des Architekten Godber v. Bernstorff und in der Ausstattung des Atelier Centrale fertiggestellt und eingeweiht.

2003: Die Galerie [kx] verlässt das Kampnagel-Gelände und bezieht neue Räume in der City Nord.

2003: Die Kulturbehörde verlängert Gordana Vnuks  Vertrag bis 2007.

2005: Der kolumbianische Tänzer und Choreograph Alvaro Restrepo übernimmt die künstlerische Leitung des Sommerfestivals LAOKOON .

2006: Der Aufsichtsrat beruft die bisherige Leiterin der Sophiensaele (Berlin) Amelie Deuflhard zur neuen Intendantin  von Kampnagel ab der Spielzeit 2007/2008.Matthias von Hartz wird ab 2008 das Sommerfestival kuratieren.

2006: Gordana Vnuk kuratiert ihr letztes Sommerfestival  wieder selbst, ebenso wie ihr erstes, und schließt damit den Zyklus der LAOKOON -Festivals ab. Mit einem Besucherrekord von über 15.000 Gästen. Abendblattartikel 26.05.2007

28. September 2007: Amelie Deuflhard eröffnet Ihre erste Spielzeit auf Kampnagel  mit einer ausufernden BESETZUNGSORGIE . Von Alvis Hermanis’ „Sonja“ bis zu Gutierrez’ „Retrospective Exhibitionist“ über das Orchester-Karaoke und das Konzert von Decemberists bespielen viele verschiede Veranstaltungen das gesamte Areal und locken über 3000 Besucher auf Kampnagel.

18.-20. Oktober 2007: In einem dreitägigen Happening in Begleitung der fiktiven Choreografin Veronika Blumstein eröffnet auf Kampnagel K3 - Zentrum für Choreographie / Tanzplan Hamburg  ein Projekt im Rahmen von Tanzplan Deutschland, das den zeitgenössischen Tanz in Hamburg stärken soll.

Dezember 2007: Kampnagels Mietvertrag mit der Sprinkenhof AG ist bis 2030 verlängert.

Eröffnung Internationales Sommerfestival 2008

13.-30. August 2008 Das INTERNATIONALE SOMMERFESTIVAL HAMBURG 2008 unter der neuen Leitung von Matthias von Hartz  gestaltet sich mit einem Rekord von knapp 19.000 Besuchern sofort erfolgreich. Neben den Weltpremieren des Tanz- und Theaterspielplans gibt es erstmals ein reiches Musikprogramm sowie ein thematischer Schwerpunkt und Expertenvorträgen.

 

 

7.-23. Mai 2009 Kampnagel Tanz-Dramaturgen Jochen Roller und Anne Kersting kuratieren die erste Ausgabe des neuen LIVE ART FESTIVALS, das in den folgenden fünf Jahren im Verbund mit sieben europäischen Partnern auf Kampnagel stattfinden wird

6.-20.Juni 2009 Eva Maria Stüting kuratiert mit YOUNGSTAR FEST  das erste Festival der Künste von Jugendlichen für Jugendliche. Internationale, professionelle Künstler erarbeiten und präsentieren Produktionen zusammen mit Hamburger Schülerinnen und Schülern.

13.-30. August 2009 Neuer Rekord beim INTERNATIONALEN SOMMERFESTIVAL HAMBURG. 20.500 Gäste  besuchen Kampnagel.

20.-26. Septmeber 2009 Kampnagel ist Gastgeber des SCHULTHEATER DER LÄNDER,  Europas größtes Schultheaterfestival. Schülerproduktion aus allen Bundesländern wurden ausgewählt. 350 Schüler, 230 Lehrer sind beim 25. Jubiläum dabei.

1. Oktober 2009 Jörn Sturm wird neuer Kaufmännischer Direktor von Kampnagel. Tessa Beecken, seit 2000 kaufmännische Kampnagel-Geschäftsführerin, wird Betriebsdirektorin der Elbphilharmonie und Laeiszhalle Service GmbH.

05. bis 08. November 2009 Der von Katharina von Wilcke und Sabine Gehm veranstaltete TANZKONGRESS 2009  auf Kampnagel erzeugt eine überwältigende Resonanz . Über 3000 Tanzschaffende und Tanzinteressierte nehmen an dem viertägigen Kongress teil.

Juni 2010 Kampnagel ist das pulsierende Zentrum für schönere Künste in Hamburg: Intendantin Amelie Deuflhard und ihr Team können zum Ende der SPIELZEIT 2009/10 den Besucherrekord von 143.000 Zuschauern  melden.

12.-28. August 2010 Mit Koproduktionen von Nature Theater of Oklaohma und Philippe Quesne sowie einem breiten Angebot an Tanz, Theater, Kunst und Theorieveranstaltungen verzeichnete auch 2010 das INTERNATIONALE SOMMERFESTIVAL  HAMBURG ein Publikumsrekord mit über 28 000 Besuchern .

14. Dezember 2010 Amelie Deuflhard verlängert ihren Vertrag als Intendantin von Kampnagel bis 2017 . Amelie Deuflhard habe "Kampnagel als international bedeutende Stätte für die darstellenden Künste erheblich gestärkt" so Reinhard Stuth, Senator für Kultur und Medien.

15. Februar 2011 Zwei Kampnagel-Produktionen sind zum Theatertreffen 2011  eingeladen: “Via Intolleranza II” von Christoph Schlingensief und "Testament" von She She Pop.

2012 Matthias von Hartz leitet sein letztes Internationales Sommerfestival in Hamburg und wird Kurator für das Festival FOREIGN AFFAIRS in Berlin. Neuer künstlerische Leiter ab 2013 ist Andras Siebold, seit 2007 Chef-Dramaturg auf Kampnagel.

2013 Das erste Sommerfestival unter Leitung von Andras Siebold verzeichnet mit 30.000 Besuchern einen erneuten Besucherrekord.

28.3.-2.3.2014 Kampnagel ist Austragungsort und Veranstalter der 11. Tanzplattform Deutschland. Die Jury - bestehend aus Sophie Becker, Bettina Masuch und Amelie Deuflhard (zusammen mit den Dramaturginnen Caroline Spellenberg und Melanie Zimmermann) -  wählen die 12 interessantesten Tanzproduktionen aus Deutschland. Gezeigt werden THE FORSYTHE COMPANY, Meg Stuart / Damaged Goods, Richard Siegal, Sebastian Matthias, Isabelle Schad und Laurent Goldring, Swoosh Lieu, Laurent Chétouane, Zufit Simon, VA Wölfl / Neuer Tanz, Raimund Hoghe, Antonia Baehr und Tino Sehgal.

Eröffnung Tanzplattform Deutschland 2014: Monika Grütters, Staatsministerin für Kultur und Medien

 

 

 

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