Theater, Performance und Tanz in Hamburg - Kampnagel

Liebe Besucher:innen, bis Ende Februar finden ausschließlich digitale Veranstaltungen statt. Wir informieren Sie auf der Webseite über mögliche Verschiebungen und per Email über das Prozedere für die Ticket-Rückerstattungen.

Reclaiming History

Sprache schafft Wirklichkeit und es ist vielleicht kein Zufall, dass der englische Begriff »history« (dt.: Historie, Geschichte, abgeleitet vom griechischen hɪsˈtoːʀi̯ə) und das englische Wortpaar »his story« (dt.: seine Geschichte) trotz unterschiedlicher Etymologie zum Verwechseln ähnlich klingen. Denn die westliche Geschichtsschreibung wurde und wird noch immer vorwiegend von (weißen) Männern für (weiße) Männer betrieben – mit dem Ziel, sich an (weiße) Männer zu erinnern. Dass diese Gruppe bis heute in der Mehrheit zugleich Interesse, Objekt und Ziel ihrer eigenen Forschung sind, führt zu beständiger Re-Stabilisierung einer patriarchalen Gesellschaft. Wie jede westlich geprägte Wissenschaft gibt sich auch die Geschichtsschreibung als neutral und faktenbasiert, womit verschleiert wird, dass die vorherrschenden Erzählungen, die unser aller Verständnis von Gegenwart und Zukunft prägen, immer die Erzählungen der Mächtigen sind. Gerade ihr Objektivitätsanspruch macht sie so gefährlich. Bei genauerem Hinsehen wird nämlich klar: Nur durch die Durchsetzung bestimmter Versionen erzählter Vergangenheit konnten Frauen seit der Antike unterdrückt, ganze Kontinente geplündert, Menschen versklavt und Rassismen bis heute genährt werden. Die Künstler*innen im Kontext des Themenschwerpunkts RECLAIMING HISTORY entdecken den Kolonialismus in der Geschichte, präsentieren ungehörte Narrative, betreiben alternative Erinnerungs-Kultur und Herstory-Telling. Mit dem Ziel einer Gegenwart und Zukunft, in der diejenigen laut sind und gehört werden, die bis heute nur die Außenseiter*innen der Geschichte gewesen sind.

#1000TATEN #HERSTORYPRODUCTION #HISTORYNOTREPEATING

 

Gefördert im Rahmen des Bündnisses internationaler Produktionshäuser von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

RECLAIMING HISTORY ist Teil des Projekts ACT - Art, Climate, Transition, kofinanziert durch das Creative Europe Programm der Europäischen Union


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