Theater, Performance und Tanz in Hamburg - Kampnagel

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LIVE ART FESTIVAL 2015
Hamamness:

Willkommen in der osmonischen Gemeinschaft

 
  • © Anja Beutler
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  • © Anja Beutler
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  • © Anja Beutler
Theater & Performance
  • Mi, 03.06.2015 18:00
    Tag 1: DIVERSIFYING; Geöffnet bis 22 Uhr
    Vorhalle
  • Do, 04.06.2015 18:00
    Tag 1: HYBRIDE KÖRPER; Geöffnet bis 22 Uhr
    Vorhalle
  • Fr, 05.06.2015 18:00
    Tag 3: QUEERING ISLAM; Geöffnet bis 22 Uhr
    Vorhalle
  • Sa, 06.06.2015 18:00
    Tag 4: SONIC DELINKING; Geöffnet bis 22 Uhr
    Vorhalle
  • So, 07.06.2015 18:00
    Tag 5: OTTOFICTION; Geöffnet bis 22 Uhr
    Vorhalle
  • Mo, 08.06.2015 18:00
    Tag 6: SHAVING NEW IDENTITIES; Geöffnet bis 22 Uhr
    Vorhalle
  • Di, 09.06.2015 18:00
    Tag 7: NEW COMMUNITY + NEW RITUALS; Geöffnet bis 22 Uhr
    Vorhalle
  • Mi, 10.06.2015 18:00
    Tag 8: NEW COMMUNITY + NEW RITUALS; Geöffnet bis 22 Uhr
    Vorhalle
  • Do, 11.06.2015 18:00
    Tag 9: TAKTISCHE SOFTNESS; Geöffnet bis 22 Uhr
    Vorhalle
  • Fr, 12.06.2015 18:00
    Tag 10: TROUBLE IN THE BUBBLE: RASSISMUS EINSEIFEN; Geöffnet bis 22 Uhr
    Vorhalle
  • Sa, 13.06.2015 18:00
    Tag 11: TROUBLE IN THE BUBBLE: RASSISMUS EINSEIFEN; Geöffnet bis 22 Uhr
    Vorhalle

Tag 9 (Do 11.06.)
TAKTISCHE SOFTNESS

Der zunehmenden Radikalisierung von Meinungen und Körpern im neoliberalen täglichen Kampf um Aufmerksamkeit, Recht und Ressourcen steht die taktische Praxis der Softness gegenüber. Softness ist Weichheit, produziert Unschärfe und ist ein Gegenentwurf zur Abhärtung. Softness ist Solidarisierung mit Schwäche. Wenn Scheitern mal eine Chance war, dann ist taktische Softness eine Verpflichtung zum zivilen Ungehorsam und Empathie eine Grundforderung. Die Philosophin Almut Shulamit Bruckstein Coruh lotet die Potenziale der »taktischen Softness« aus. Sara Mikolai und Garunya Karunaharamoorthy erkunden die Komplexitäten des Trauerns im und vom diasporischen Raum und setzen die Trauer in Bezug zur »taktischen Softness«.

POSTIDENTITÄRES PRE-ENACTMENT ZUR AUFWEICHUNG KULTURELLER VERPANZERUNGEN

Die Installation HAMAMNESS ist eine 140 Quadratmeter große, realexistierende Heterotopie. HAMAMNESS kombiniert Wellness-Konzepte mit postkolonialem Diskurs und performativen Assoziationen in einer aufblasbaren Raumarchitektur. Vom Ruheraum gelangt man in die Waschzonen, wo die Temperatur bei 45°C liegt und die Luftfeuchtigkeit hoch ist. Physiotherapeuten, Tellaks (Hamam-Bademeister) und Natirs (Hamam-Badefrauen) begleiten die körperlichen Prozesse. Künstler stellen die eine oder andere festgefahrene Gewissheit performativ auf den Kopf und die Diskursgäste lassen in diesem neuartigen kulturellen Klima ihr Wissen ausdünsten. So entsteht eine postmoderne Vielheit, die auftretenden Tendenzen zu Exklusion und Segregation sowie die Rückbesinnung auf den nationalen Kontext kontert, dekonstruiert und erweitert. Mit verschiedenen kulturellen Praktiken werden die Dualismen von Körper/Geist, Mann/Frau, mit/ohne Migrationshintergrund aufgeweicht und abgeschrubbt. Streifen Sie Ihre Alltagskleidung ab und entledigen Sie sich Ihrer kulturellen Verpanzerungen. HAMAMNESS vermittelt neue Körperverständigungen durch die Erzeugung kollektiver Intimitäten. Öffnen Sie ihre Poren, Herzen und Gehirne. Lassen Sie sich ruhig mal den Kopf und die Füße waschen. Schreiben Sie sich ein und tauchen Sie ab in die Heterotopie postidentitärer Wirklichkeiten. Bitte beachten Sie: Badehose, Badeanzug, Bi- und Burkini oder was auch immer Sie drunter tragen möchten, kann gerne mitgebracht werden. Individualisierte Pestemals/Hamam-Tücher werden vor dem Eintritt bereitgestellt. Planen Sie mindestens zwei Stunden für die gesamte Prozedur ein. Alles andere wäre schade.

Weiteres Programm:

Tag 1 (Mi 03.06.): DIVERSIFYING

Tag 2 (Do 04.06.): HYBRIDE KÖRPER

Tag 3 (Fr 05.06.): QUEERING ISLAM

Tag 4 (Sa 06.06.): SONIC DELINKING 

Tag 5 (So 07.06.): OTTOFICTION

Tag 6 (Mo 08.06.): SHAVING NEW IDENTITIES

Tag 7 (Di 09.06.): NEW COMMUNITY + NEW RITUALS

Tag 8 (Mi 10.06.): NEW COMMUNITY + NEW RITUALS

Tag 9 (Do 11.06.): TAKTISCHE SOFTNESS

Tag 10 (Fr 12.06.): TROUBLE IN THE BUBBLE: RASSISMUS EINSEIFEN

Tag 11 (Sa 13.06.): TROUBLE IN THE BUBBLE: RASSISMUS EINSEIFEN

 

Kurzbiografien

Sara Mikolai ist eine in Berlin lebende Künstlerin. Mit einem Grundtraining in Bharatanatyam, legt sie nun einen Fokus auf experimentellen/Zeitgenössischen Tanz, Choreographie und Performing arts, meist im Format kollaborativer und solo Arbeit. 2014 gründete sie zusammen mit Kiran Kumar das Kollektiv Dotted Dance Project, welches ein fortlaufendes, künstlerisches Recherche Projekt ist. Saras Interesse involviert politische und gesellschaftspolitische Themen, wie Postkolonialismus, Dekolonisation (des Körpers), Gender, Widerstand, Empowerment und Trauma. Sie studierte Areastudies of Asia/Africa an der Humboldt Universität zu Berlin und studiert zur Zeit Tanz, Kontext und Choreographie am Hochschulübergreifenden Zentrum für Tanz (UdK) Berlin.

Garunya Karunaharamoorthy ist eine in Berlin lebende Künstlerin mit einem stark interdisziplinären, akademischen Hintergrund. Sie hat einen Doppelmasterprogramm in Europastudien an der Sciences Po Paris und London School of Economics and Political Science sowie einen Doppelbachelorprogramm in Deutsch-Französischen Beziehungen an der Freien Universität Berlin und Paris III Sorbonne Nouvelle abgeschlossen. Außerdem besitzt sie ein Diploma in Tamil der Tamilischen Bildungsvereinigung e. V. sowie in Karnatik (südindischeh Musik) der Oriental Fine Arts Academy of London. Sie ist ebenfalls eine ausgebildetete Bharathanatyam-Tänzerin. Ihr Leben als Kind von Flüchtlingen bestimmt heute klar ihr Interessengebiet, das Themen rundum Migration, Exilleben, Diaspora und Sprachen in und jenseits Europa umfasst.

Almut Shulamith Bruckstein Çoruh, Religionswissenschaftlerin und Kuratorin, promovierte 1992 an der Temple University Philadelphia (USA), hatte verschieden Gastprofessuren (u.a. an der Goethe-Universität Frankfurt und der FU Berlin) inne, gründete das TASWIR-Projekt und kuratierte die gleichnamige Ausstellung („Taswir – Islamische Bildwelten und Moderne“) am Martin-Gropius-Bau in Berlin. Derzeit ist sie Gastprofessorin für Philosophie und Rabbinische Studien an der Universität Hamburg.

Anja Kerschkewicz und Eva Kessler bilden seit 2014 FRAUEN UND FIKTION und arbeiten unter dieser Überschrift an Performances in denen sie sich ihrer Wirklichkeit als Frauen und Theatermacherinnen in der westlichen Welt gegenüberstellen. Die beiden verbinden unterschiedliche Theaterschulen und Ausbildungen: Anja Kerschkewicz ist Szenografin und studiert Regie an der Theaterakademie Hamburg. Eva Kessler hat Schauspiel an der UdK Berlin studiert und nach ihrem Diplom als freischaffende Schauspielerin in Film, Funk und Theater gearbeitet. Seit Herbst 2013 ist die Studentin am Institut für Angewandte Theaterwissenschaften in Gießen.

 

 

 

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  • Mit: Sara Mikolai, Garunya Karunaharamoorthy, Almut Shulamit Coruh, Anja Kerschkewicz und Eva Kessler, Sylvia Michalke
  • von: Nuray Demir, Jens Dietrich, Nadine Jessen, Ergün Yagbasan, Kai-Michael Dietrich, Adrian Judt, Christian Scheler, God´s Entertainment, Johannes Maile, Keith Hennessy, Jassem Hindi, Taofiq Izzediou, , Hengameh Yaghoobifarah, Ahmet Sitki Demir, Saboura Naqshband, Leyla Jagiella, Corinna Korth, Johannes Ismaiel-Wendt, Tobaron Waxman, Michel Abdollahi, Kroot Juurak, Alex Bailey, , Refugium, Almut Shulamit Bruckstein Coruh, Vassilis S. Tsianos, Salsabil, Danny Banany, Dancing Sven, Sara Mikolai, Garunya Karunaharamoorthy und noch mehr!

Gefördert aus Mitteln des Elbkulturfonds der Kulturbehörde Hamburg und der Rudolf Augstein Stiftung.

 


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