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Theater, Performance und Tanz in Hamburg - Kampnagel

Das Programm zu Theater der Welt 2017 ist ab jetzt online - der Vorverkauf ist gestartet!

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LIVE ART FESTIVAL 2015
Hamamness:

Willkommen in der osmonischen Gemeinschaft

 
  • © Anja Beutler
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Theater & Performance
  • Mi, 03.06.2015 18:00
    Tag 1: DIVERSIFYING; Geöffnet bis 22 Uhr
    Vorhalle
  • Do, 04.06.2015 18:00
    Tag 1: HYBRIDE KÖRPER; Geöffnet bis 22 Uhr
    Vorhalle
  • Fr, 05.06.2015 18:00
    Tag 3: QUEERING ISLAM; Geöffnet bis 22 Uhr
    Vorhalle
  • Sa, 06.06.2015 18:00
    Tag 4: SONIC DELINKING; Geöffnet bis 22 Uhr
    Vorhalle
  • So, 07.06.2015 18:00
    Tag 5: OTTOFICTION; Geöffnet bis 22 Uhr
    Vorhalle
  • Mo, 08.06.2015 18:00
    Tag 6: SHAVING NEW IDENTITIES; Geöffnet bis 22 Uhr
    Vorhalle
  • Di, 09.06.2015 18:00
    Tag 7: NEW COMMUNITY + NEW RITUALS; Geöffnet bis 22 Uhr
    Vorhalle
  • Mi, 10.06.2015 18:00
    Tag 8: NEW COMMUNITY + NEW RITUALS; Geöffnet bis 22 Uhr
    Vorhalle
  • Do, 11.06.2015 18:00
    Tag 9: TAKTISCHE SOFTNESS; Geöffnet bis 22 Uhr
    Vorhalle
  • Fr, 12.06.2015 18:00
    Tag 10: TROUBLE IN THE BUBBLE: RASSISMUS EINSEIFEN; Geöffnet bis 22 Uhr
    Vorhalle
  • Sa, 13.06.2015 18:00
    Tag 11: TROUBLE IN THE BUBBLE: RASSISMUS EINSEIFEN; Geöffnet bis 22 Uhr
    Vorhalle

Tag 8 (Mi 10.06.)
NEW COMMUNITY + NEW RITUALS
Die Republik spricht täglich von der jüdisch-christlichen Tradition des Abendlandes, gewöhnlich im Sinne der Verteidigung des Rechtsstaates und des Grundgesetzes, der freiheitlichen Werte unserer Gesellschaftsordnung, auch gern mit Hinweis auf die »Gleichstellung der Geschlechter, Freiheit der Kunst, Meinungs- und Religionsfreiheit«. Ein Kampfplatz, auf dem es vor allem einen Gegner gibt, der zu gar keinem Bindestrich zu taugen scheint: der Islam. Oft wird er refl exhaft gleichgesetzt mit Religion – einer Religion, die ihre »kriegerisch-arabischen« Ursprünge nicht verleugnen könne. Sie bestehe aus Scharia und Koran, erklären die Experten, Moderatoren, Pädagogen, Politiker und Journalisten und beschwören dagegen die jüdisch-christliche Tradition. Die Philosophin Almut Shulamit Bruckstein Coruh entlarvt diesen Mechanismus als Konstruktion und lädt zur Reflexion und Produktion neuer kultureller Verbindungen ein. Unterstützt wird dieser Prozess auf performativer Ebene von der Choreografin Krõõt Juurak und dem Künstlerkollektiv Refugium, das sich auf die Errichtung »Temporärer Autonomer Zonen« nach Hakim Bey spezialisiert hat.

POSTIDENTITÄRES PRE-ENACTMENT ZUR AUFWEICHUNG KULTURELLER VERPANZERUNGEN

Die Installation HAMAMNESS ist eine 140 Quadratmeter große, realexistierende Heterotopie. HAMAMNESS kombiniert Wellness-Konzepte mit postkolonialem Diskurs und performativen Assoziationen in einer aufblasbaren Raumarchitektur. Vom Ruheraum gelangt man in die Waschzonen, wo die Temperatur bei 45°C liegt und die Luftfeuchtigkeit hoch ist. Physiotherapeuten, Tellaks (Hamam-Bademeister) und Natirs (Hamam-Badefrauen) begleiten die körperlichen Prozesse. Künstler stellen die eine oder andere festgefahrene Gewissheit performativ auf den Kopf und die Diskursgäste lassen in diesem neuartigen kulturellen Klima ihr Wissen ausdünsten. So entsteht eine postmoderne Vielheit, die auftretenden Tendenzen zu Exklusion und Segregation sowie die Rückbesinnung auf den nationalen Kontext kontert, dekonstruiert und erweitert. Mit verschiedenen kulturellen Praktiken werden die Dualismen von Körper/Geist, Mann/Frau, mit/ohne Migrationshintergrund aufgeweicht und abgeschrubbt. Streifen Sie Ihre Alltagskleidung ab und entledigen Sie sich Ihrer kulturellen Verpanzerungen. HAMAMNESS vermittelt neue Körperverständigungen durch die Erzeugung kollektiver Intimitäten. Öffnen Sie ihre Poren, Herzen und Gehirne. Lassen Sie sich ruhig mal den Kopf und die Füße waschen. Schreiben Sie sich ein und tauchen Sie ab in die Heterotopie postidentitärer Wirklichkeiten. Bitte beachten Sie: Badehose, Badeanzug, Bi- und Burkini oder was auch immer Sie drunter tragen möchten, kann gerne mitgebracht werden. Individualisierte Pestemals/Hamam-Tücher werden vor dem Eintritt bereitgestellt. Planen Sie mindestens zwei Stunden für die gesamte Prozedur ein. Alles andere wäre schade.

Weiteres Programm:

Tag 1 (Mi 03.06.): DIVERSIFYING

Tag 2 (Do 04.06.): HYBRIDE KÖRPER

Tag 3 (Fr 05.06.): QUEERING ISLAM

Tag 4 (Sa 06.06.): SONIC DELINKING 

Tag 5 (So 07.06.): OTTOFICTION

Tag 6 (Mo 08.06.): SHAVING NEW IDENTITIES

Tag 7 (Di 09.06.): NEW COMMUNITY + NEW RITUALS

Tag 8 (Mi 10.06.): NEW COMMUNITY + NEW RITUALS

Tag 9 (Do 11.06.): TAKTISCHE SOFTNESS

Tag 10 (Fr 12.06.): TROUBLE IN THE BUBBLE: RASSISMUS EINSEIFEN

Tag 11 (Sa 13.06.): TROUBLE IN THE BUBBLE: RASSISMUS EINSEIFEN

 

Kurzbiografien

Krõõt Juurak, Choreographin und Performerin, geboren in Tallinn studierte Choreographie am ArtEz Institute oft he Arts in Arnhem. Ihre Arbeiten wurden u.a. bei der Mindaugas Triennial (CAC) in Vilnius, beim Impulstanz in Wien, an der Appel Boys School Amsterdam in der Kunsthalle Tallinn und am deSingel Antwerpen gezeigt.

Almut Shulamith Bruckstein Çoruh, Religionswissenschaftlerin und Kuratorin, promovierte 1992 an der Temple University Philadelphia (USA), hatte verschieden Gastprofessuren (u.a. an der Goethe-Universität Frankfurt und der FU Berlin) inne, gründete das TASWIR-Projekt und kuratierte die gleichnamige Ausstellung („Taswir – Islamische Bildwelten und Moderne“) am Martin-Gropius-Bau in Berlin. Derzeit ist sie Gastprofessorin für Philosophie und Rabbinische Studien an der Universität Hamburg.

 

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  • Mit: Krõõt Juurak, Alex Bailey, Refugium, Almut Shulamit Bruckstein Coruh, Sylvia Michalke
  • von: Nuray Demir, Jens Dietrich, Nadine Jessen, Ergün Yagbasan, Kai-Michael Dietrich, Adrian Judt, Christian Scheler, God´s Entertainment, Johannes Maile, Keith Hennessy, Jassem Hindi, Taofiq Izzediou, , Hengameh Yaghoobifarah, Ahmet Sitki Demir, Saboura Naqshband, Leyla Jagiella, Corinna Korth, Johannes Ismaiel-Wendt, Tobaron Waxman, Michel Abdollahi, Kroot Juurak, Alex Bailey, , Refugium, Almut Shulamit Bruckstein Coruh, Vassilis S. Tsianos, Salsabil, Danny Banany, Dancing Sven, Sara Mikolai, Garunya Karunaharamoorthy und noch mehr!

Gefördert aus Mitteln des Elbkulturfonds der Kulturbehörde Hamburg und der Rudolf Augstein Stiftung.

 


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Kartentelefon +49 40 270 949-49
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