Theater, Performance und Tanz in Hamburg - Kampnagel

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Internationales Sommerfestival 2022
Future of Code Politics II:

Technologies of Radical Care – Konferenz Teil 2

 
  • © Clarote
Digital / Theorie / Rollstuhlgerecht
  • In englischer oder spanischer Lautsprache mit Übersetzung in englische & deutsche Lautsprache & Live-Untertitelung in Englisch, Deutsch, Oromo, Luganda & Mixe.
    Die Konferenz ist kostenlos, aber mit Anmeldung via Ticketshop.

  • So, 21.08.2022 11:00 [auch Online]
    Kampnagel – P1 Tickets

Eine Konferenz zum Verhältnis von neuen Technologien und radikaler Sorge.

In der Pandemie ist die Pflegekrise viel diskutiert worden. Sie steht, mit einer Reihe vieler anderer gesellschaftlicher und ökologischer Systeme, kurz vor dem Kollaps. „Care“, also (Für)Sorge, ist darum zum Schlagwort für viele gesellschaftspolitische Diskussionen geworden. Gleichzeitig wird dem Notstand der Gesundheits- und Sozialsysteme, der Natur und des gesellschaftlichen Zusammenlebens in vielen Fällen mit der Hoffnung auf neue technologische Möglichkeiten begegnet. Solche Technologien werden dabei aber meistens mit dem Ziel entwickelt, Menschen, Umwelt und Gesellschaft effizienter zu gestalten. Mit Algorithmen und Software-Systemen werden Abläufe optimiert und kontrolliert. Häufig wird so ein System von Macht und Abhängigkeiten im Code festgeschrieben. Aber was wäre, wenn wir unsere Gegenwart und Zukunft so gestalten würden, dass stattdessen die Sorge um Mensch und Umwelt im Mittelpunkt steht? An drei Tagen lädt THE FUTURE OF CODE POLITICS II – TECHNOLOGIES OF RADICAL CARE Wissenschaftler*innen, Aktivist*innen und Künstler*innen aus der ganzen Welt ein, um diese Fragen zu diskutieren. Sie entwickeln queerfeministische, dekoloniale und anti-ableistische Perspektiven auf gegenwärtige Technologien der (Für)Sorge – und machen Vorschläge dafür, wie sie in Zukunft aussehen könnten.

Das Programm ist in Zusammenarbeit mit J. Khadijah Abdurahman (We Be Imagining), Gracen Brilmyer (Disability Archives Lab), Lucia Egaña (Musea MAMI), Joana Varon (Coding Rights), Lorena Jaume-Palasí (The Ethical Tech Society) und Lena Kollender (Kuratorin) entstanden. Moderiert wird es von der Journalist*in und Autor*in des Bestsellers „Radikale Zärtlichkeit – Warum Liebe politisch ist“, Şeyda Kurt.

Das gesamte 3-Tages-Programm im digitalen Programmhelft HIER zum Download.


PROGRAMM Sonntag, 21.08.

11:00 - 12:00
Keynote: Against capitalism. Technologies of radical care

mit Yásnaya Elena Aguilar Gil
Kuration: Lena Kollender, Lorena Jaume-Palasí

Ein Gespräch mit der Autorin Yásnaya Elena Aguilar Gil darüber, wie unser Denken unsere Technologien prägt.
Öffentliche Erzählungen über Technologien haben in der Regel eine ganz bestimmte Vorstellung im Kopf: Maschinen aus Stahl, auf denen komplexe Software läuft, sogenannte künstliche Intelligenz, oder digitale Technologien, die in unsere Autos, Handys, medizinische Geräte und Kühlschränke integriert sind. Technologien, die Probleme durch die Optimierung von Prozessen lösen und, die um der wirtschaftlichen Entwicklung und des Wachstums willen geschaffen werden.
In diesem Technologieverständnis wird die Natur zu einem Problem, das optimiert werden muss – und der Mensch zum bloßen User. Die Natur wird zu einem Einwegprodukt, das in Pandemien, Ressourcenknappheit, Überschwemmungen und Abholzung kollabiert. Während das menschliche Leben durch die Effizienzlogik der Software organisiert und verwaltet wird.
In diesem Gespräch wird Yásnaya Aguilar ihr Konzept der Tequiologie vorstellen, das dazu einlädt unser Verständnis von Technologie zu erweitern und über Möglichkeiten zu sprechen, sie jenseits des Kapitalismus zu denken und zu gestalten. Tequiologie leitet sich von tequio ab, einem Wort aus dem Nahuatl. Es handelt sich um eine soziale Technologie und eine Organisationsform, die von der Geschichte solcher Technologien geprägt ist, mit denen sich indigene Völker gegen Unterdrückung wehren, für die Gemeinschaft sorgen und die Natur schützen.

In spanischer Lautsprache mit Übersetzung in englische & deutsche Lautsprache & Live Untertitelung in Englisch, Deutsch, Mixe, Oromo und Luganda.

13:00 - 14:30
Panel: Lost in translation II: Decolonizing our imaginaries about Techs
mit Denise Alves-Rodrigues, Lu Ain-Zaila, Gabriela Damián, Kupalua, Yela Quim, Génesis Victoria & Eli Wewentxu
Moderation & Kuration: Lucía Egaña & Joana Varon

In diesem zweiten Teil der experimentellen Panels von Joana Varon & Lucía Egaña, geht es darum, die Vielfalt von Weltanschauungen (Cosmovisions) rund um Technologien wiederzugewinnen, umzuschreiben und anzuerkennen. Die eingeladenen Autor*innen und Denker*innen, Lu Ain-Zaila, Denise Alves-Rodrigues und Gabriela Damián schreiben dazu literarische und theoretische Auftragstexte, die mit den Möglichkeiten spielen, über andere, nicht-lineare Zeitlichkeiten nachzudenken – um Zugang zu indigenem Wissen zu erhalten und sich dekoloniale, spekulative Zukünfte vorzustellen. Auf der Suche nach technologischen Fantasien, die sich von den Zukunftsvisionen des Silicon Valley und Hollywoods unterscheiden stellen sie Konzepte des Afrofuturismus, dekolonialer Science Fiction und nicht-mechanischer und nicht-heteronormativer Maschinen in den Mittelpunkt. Die Texte werden live auf der Bühne von den Musiker*innen und Performer*innen Yela Quim, Kupalua, Génesis Victoria und Eli Wewentxu übersetzt und interpretiert.

15:30 - 17:00
Panel: Abolishing the Child Welfare System (and its Algorithms!)

mit Victoria Copeland, Benjamin Lundberg Torres Sánchez & Dorothy Roberts
Moderation & Kuration: J. Khadijah Abdurahman

Wie hat die Einführung von Predictive Analytics die Überwachung und Trennung von Familien durch Jugendämter in den USA verstärkt? Welcher Zusammenhang besteht zwischen der Einführung automatisierter Entscheidungssysteme im öffentlichen Sektor und der raschen Ausweitung sogenannter „Präventionsdienste", die ähnlich wie Bewährungsstrafen funktionieren? Warum ist die Abschaffung dieses Kinderschutzsystems notwendig und wie ist sie möglich? Die renommierte Wissenschaftlerin Dorothy Roberts, die mit ihren Arbeiten zu race, Medizin und Kinderschutz weltbekannt wurde, das transnationale Adoptivkind und Künstler*in Benjamin Lundberg Torres Sánchez und die Sozialarbeiterin Victoria Copeland, die sich für die Abschaffung des Kinderschutzystems einsetzt, sprechen mit der Ko-Kuratorin dieser Konferenz, J. Khadijah Abdurahman. Das Kinderschutzsystem ist ein zentraler Bestandteil des strafrechtlichen Kontinuums. Doch meist erwarten wir politische Maßnahmen, die optimieren wie Überwachung automatisiert wird, anstatt uns eine Welt ohne Überwachung vorzustellen.

18:00 - 19:00
Performance: You You You

von und mit NEVE ZiqueBeast (Neve Mazique-Bianco)
Kuration: Gracen Brilmyer

Wie verkörpert Technologie unsere romantischen Sehnsüchte? Wie lieben wir einander aus der Ferne? Was berühren wir, wenn wir uns nicht gegenseitig berühren? Können wir lernen, unsere digitalen Erfahrungen sinnlich und taktil zu gestalten? Natürlich können wir das. Romantik ist lange nicht mehr nur etwas für Verliebte. Nicht, wenn wir jeden Tag auf der Erde so leben müssen, als wäre es unser letzter. Die Zeit ist zu kostbar, um sie nicht zu nutzen, und die Gefahren des Lebens sind zu nah, um das Risiko nicht auszukosten, das die Liebe zu Lebzeiten darstellt.
In Anlehnung an Prinzipien der Disability Justice und im Widerstand gegen heteronormative technologische Annahmen, erzählt NEVES Abschlussperformance dieser zweieinhalb Tage von dem Verlangen behinderter Menschen, ihre Fürsorge auszudrücken – über Entfernungen, Zeit, Körper, Spezien, Medien und Beziehungen hinweg. In Kombination von Sound, Bewegung, Erzählung und intimen Videos ist YOU YOU YOU ein neues terpsichorisches Gebet vor dem Altar der Access Intimacy als Göttin der Liebe. Mit unerschrockener Romantik und sinnlicher Freude stellt NEVE die Idee in Frage, dass ein Körpergeist (Bodymind) jemals eine Last sein könnte. Und zeigt, wie digitale Technologien sinnliche Werkzeuge für Beziehungsfähigkeit, Solidarität, Verbindung und cyborgianische Romantik sind. Kleine Momente von Access und Care und große Distanzen in Liebe und Interdependenz, erzeugen eine queere, behinderte (und Schwarze, indigene, trans, sexarbeitende) Verwandtschaft wie keine andere. Wir nennen das Medizin. Sie rettet unsere Welt.

Mit Audiodeskription auf Deutsch und kurzer Tastführung (Treffen um 17:45 vor der P1).


BIOGRAFIEN

Benjamin Lundberg Torres Sánchez (they/them/elle, auf Spanisch ausgesprochen: ay-yay) setzt seine*ihre Kunst und Vermittlung ein, um individuelle Erfahrungen in kollektive Aktionen zu verwandeln. Als queeres, transnationales Adoptivkind widersetzt sich Benjamins Arbeit der staatlichen Vereinnahmung individueller und kollektiver Körper, zur Machtausübung über imaginäre Grenzen hinweg.
Die Arbeiten von Lundberg Torres Sánchez wurden in den USA u. a. im Queens Museum, im Museum of the Moving Image, in der Mills Gallery im Boston Center for the Arts, im RISD Museum und im Knockdown Center gezeigt. Ihre*seine Arbeiten wurden international in Montreal, Mexiko-Stadt, Santiago de Querétaro, São Paulo, Lima und La Paz gezeigt. Sie*er sind Gründer*in der Performance- und Ausstellungsreihe Se Aculilló? und Mitbegründer*in von You Are Holding This: an abolitionist zine for and by adopted and fostered people. Lundberg Torres Sánchez war 2017 und 2018 Merit Fellow des Rhode Island State Council on the Arts in den Bereichen New Genres und Film & Video.

Denise Alves-Rodrigues ist autodidaktische Technologin, bildende Künstlerin und Amateurastronomin und wohnt in São Paulo. Sie begann ihr Kunststudium in Ribeirão Preto und machte ihren Bachelor-Abschluss in Bildender Kunst am Centro Universitário Belas Artes de São Paulo. Sie erfindet Geräte (elektronisch oder nicht) und Instrumente, um andere Methodologien der Bildung zu entwickeln. Sie interessiert sich für die Erzeugung, Sammlung und Verzerrung von Daten und Materialien und erforscht die Spannung zwischen Technik und Repräsentation. Sie wurde mit Stipendien in Brasilien und Lateinamerika ausgezeichnet, darunter JACA-BH, Spa das Artes, Cloud-RJ und Itaú Experience Program. Gruppenausstellungen: FARSA (SESC Pompeia - São Paulo / Brasilien), Iminência de Tragédia (Funarte - São Paulo / Brasilien), Linda Cortile (Galeria Zielinsky - Barcelona / Spanien), Topologies of the Future @ Present (Athen / Griechenland), Art en Órbita (Centro de Arte Contemporáneo - Quito / Ecuador), Poéticas de Laboratório. sobre prácticas artísticas de código abierto (CAS Zentrum der Künste von Sevilla - Spanien), VIII Biennale von La Paz (Bolivien). Einzelausstellungen: Vocation to Ruin: proof of study (Darling Pearls / Uk), Há uma Esfinge entre Nós (Sé Galeria - Brasil) und O Vazio é Todo Meu (CCSP - Brasil). Residenzen: KIOSKO - Bolivien, Residencia de la Tierra - Kolumbien und Ybytu - Brasilien.

Dorothy Roberts ist eine weltbekannte Wissenschaftlerin für race, Geschlecht und Recht an der University of Pennsylvania, wo sie die 14. Penn Integrates Knowledge Professorin ist. Sie ist außerdem Gründungsdirektorin des Penn Program on Race, Science & Society im Center for Africana Studies. Ihre bahnbrechende Arbeit in der Rechtswissenschaft konzentriert sich auf drängende Fragen der sozialen Gerechtigkeit in den Bereichen Polizeiarbeit, Familienrecht, Wissenschaft, Medizin und Bioethik. Zu ihren wichtigsten Büchern gehören „Fatal Invention: How Science, Politics, and Big Business Re-create Race in the Twenty-first Century” (New Press, 2011); „Shattered Bonds: The Color of Child Welfare” (Basic Books, 2002), und “Killing the Black Body: Race, Reproduction, and the Meaning of Liberty” (Pantheon, 1997). Sie ist die Autorin von mehr als 100 wissenschaftlichen Artikeln und Buchkapiteln sowie Mitherausgeberin von sechs Büchern zu Themen wie Verfassungsrecht und Frauenrechten.

Gabriela Damián ist Autorin und Essayistin, Professorin für Journalismus, Film und Literatur an der Universität CENTRO und (laut eigener Aussage) die imaginäre Enkelin von Ursula K. Le Guin. Sie ist Teil des internationalen Schreibprogramms Under the Volcano und Mitbegründerin des Kunst- und Wissenschaftskollektivs Cúmulo de Tesla, eines Kollektivs, das die Beziehungen zwischen Kunst, Wissenschaft und Science Fiction stärken will, sowie des Encuentro de Escritoras y Cuidados und MexiCona: imaginación y futuro. Sie war die Gewinnerin der letzten Ausgabe des James Tiptree, Jr. award für „Dreaming in the Garden”. Gabriela Damián hat Kurzgeschichten in mehreren Anthologien auf Spanisch veröffentlicht. Auf Englisch ist ihr Werk in „Three Messages and a Warning”, einer Anthologie zeitgenössischer mexikanischer Geschichten des Fantastischen (Small Beer Press, 2010) und in „A Larger Reality. Speculative Fiction from the Bicultural margins” übersetzt worden.

Lu Ain-Zaila ist Lehrende, Afrofuturistin und Autorin von „Duologia Brasil 2408 - (In)Verdades e(R)Evolução" (2016-2017), „Sankofia" (2018) und „Ìségún" (2019) sowie zahlreicher Kurzgeschichten in Anthologien und Forschungsarbeiten zu Bildung und Literatur. Sie konzentriert sich auf die Bedeutung der Vorstellung und Verwirklichung von Afrofutures und positiven Zukünften an den Peripherien und Rändern. Sie hat Erzählungen veröffentlicht, die im Zusammenhang mit dem brasilianischen Gesetz 10.639/03 stehen – einem Gesetz, das als Meilenstein für die Anerkennung der ethnischen Vielfalt im brasilianischen Bildungswesen gilt – sowie Schwarze Geschichten, die sich auf philosophische, kulturelle, historische, mythologische und humanistische Schwarze Werte konzentrieren.

NEVE (Neve Kamilah Mazique-Bianco) (they/them) ist ein*e multigender, multiracial, multiply Disabled, multidimensionale*r, multidisziplinäre*r, terpsichoreanische*r Künstler*in auf der Bühne, der Straße, dem Feld, dem Strom und dem Bildschirm. NEVE ist ein*e indigene*r Afrikaner*in, der*die im Land der Lenni Lenape aufgewachsen ist und jetzt in den Ländern der Duwamish und Coast Salish lebt und überall hin reist, wo NEVE Zugang und eine Einladung erhält. NEVE ist Pina Bausch Fellow 2020, Arc Artist Fellow 2022 und neuerdings auch Disability Futures Fellow 2022! NEVE liebt das Leben, die Freuden und Schmerzen der Verkörperung und der Liebe, den funkelnden Schmerz und die Verheißung des Wachstums, die höhere Macht in uns allen, die Wiegenlieder und Kriegsschreie der Erde, das Trinken von Farbe und das Küssen/Denken/Träumen/Lernen/Gewinnen mit der lokalen und internationalen queeren Familie (besonders mit dem Katzenkind Caravaggio). NEVE glaubt an Gött*innen, kollektiven Zugang und Befreiung, transformative Gerechtigkeit, Land zurück, Rückkehrrecht, Reparationen, Anarchismus (in Beziehungen und Regierungsführung), das Monster von Loch Ness, das Multiversum, das Konzept, dass alle Lebewesen Personen sind, und Dich. Derzeit schreibt NEVE für den South Seattle Emerald und arbeitet mit der multidisziplinären Künstlerin Saira Barbaric aus Seattle, als NEVE selbst und als Mouthwater, zusammen. Online unter nevebebad.com und in den sozialen Medien unter @nevethoh.

Victoria Copeland ist Doktorandin im Fachbereich Sozialwesen und Organisatorin/Partnerin der Cops Off Campus Coalition, UC Survivors + Allies, Let's Get Free LA Coalition, Stop LAPD Spying Coalition und Defund MPD Coalition. Ihre Forschungen innerhalb und außerhalb der Akademie sind in der Black feminist abolitionist Epistemologie verwurzelt und konzentrieren sich auf die Verwendung von Multisystem-Dateninfrastrukturen, Predictive Analytics und Überwachung in Entscheidungsprozessen. Ihre Dissertation „Dismantling the Carceral Ecosystem: Investigating the Role of ‚Child Protection‘ and Family Policing in Los Angeles" hat sie in Zusammenarbeit mit der Stop LAPD Spying Coalition und der Downtown Women's Action Coalition durchgeführt, um die Rolle und die Auswirkungen des Kinderschutzsystem in Los Angeles und dessen Einsatz von künstlicher Intelligenz besser zu verstehen und verschiedene Wege zu einer Zukunft ohne diese Systeme aufzuzeigen.

Yásnaya Elena Aguilar Gil (Ayutla Mixe, 1981) ist Mitglied von COLMIX, einem Kollektiv junger Mixe, das Forschungs- und Aufklärungsarbeit zu Sprache, Geschichte und Kultur der Mixe durchführt. Sie hat hispanische Sprache und Literatur studiert und einen Master in Linguistik an der Universidad Autónoma de Mexico erworben. Sie hat an verschiedenen Projekten zur Aufklärung über sprachliche Vielfalt, zur Entwicklung von grammatikalischen Inhalten für Unterrichtsmaterialien in indigenen Sprachen sowie an Projekten zur Dokumentation vom Aussterben bedrohter Sprachen mitgearbeitet. Sie war an der Entwicklung von schriftlichem Material in Mixe und an der Erstellung von Lesegeräten für Mixe und andere indigene Sprachen beteiligt. Sie engagiert sich für die Verteidigung der sprachlichen Rechte von Sprechenden indigener Sprachen, für die Verwendung indigener Sprachen in der virtuellen Welt und in literarischen Übersetzungen. 2021 führte sie zusammen mit dem Schauspieler Gael García Bernal durch die Netflix-Dokumentarserie „El tema", die die Klimakrise in Mexiko anhand der Geschichten und Erfahrungen von Umweltaktivist*innen, Menschenrechtler*innen, indigenen Gemeinschaften und Organisationen der Zivilgesellschaft schildert.


CO-KURATION J. Khadijah Abdurahman, Gracen Brilmyer, Lucia Egaña, Joana Varon

KONZEPT & KURATION Lorena Jaume-Palasí, Lena Kollender

PRODUKTION LEAD (Lea Connert, Dana Tucker, Carolina Brinkmann).

GEFÖRDERT DURCH den Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen von NEUSTART KULTUR

IN KOOPERATION mit der Nemetschek Stiftung & der Hans Böckler Stiftung

MIT UNTERSTÜTZUNG VON Wikimedia Deutschland – Gesellschaft zur Förderung Freien Wissens e. V. und dem Goethe Institut.


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Kartentelefon +49 40 270 949-49
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