Theater, Performance und Tanz in Hamburg - Kampnagel

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Gender Medizin:
Panel: "Gender Medizin"

 
Digital / Theorie / Rollstuhlgerecht
  • Dauer: 75 Min.
  • Tickets: Eintritt frei (Mit kostenloser Anmeldung über den Webshop für den Besuch der Veranstaltung vor Ort)

  • In deutscher Lautsprache mit deutscher Schriftdolmetschung sowie englischer Audio-Dolmetschung.

    Parallel im Zoom Webinar, Link dazu wird hier bald veröffentlicht.

  • Sa, 29.01.2022 16:30 [auch Online]
    Kampnagel – K2 Tickets

Die Kategorie Geschlecht spielt in großen Teilen der medizinischen Forschung und Behandlung kaum eine Rolle. Das hängt eng mit den Geschlechterbildern zusammen, die sich zwischen dem 18. und 19. Jahrhundert gebildet und verfestigt haben: „Frauen“ als Abweichung von der „männlichen Norm“. Folglich wurden Frauen historisch per se pathologisiert, und gleichzeitig schlechter behandelt. Die Disziplin der „Gender Medizin“ versucht, wegzukommen von diesem androzentristischen, also auf cis Männer fokussierten Blick, und die Kategorie Geschlecht als wichtigen Faktor in der Gesundheitsversorgung mitzudenken. Welche Rolle spielt Geschlecht in der medizinischen Versorgung, und wie beeinflussen Geschlechternormen den individuellen sowie gesellschaftlichen Umgang mit unserer Gesundheit? Welche Bilder von „Frau-Sein“ und „Mann-Sein“ werden in medizinischen Kontexten auf Patient*innen projiziert? Wie sensibel sind medizinische Fachkräfte für trans*, inter und nicht-binäre Patient*innen und ihre Gesundheitsversorgung? Und welche Schäden entstehen durch unpräzise oder schlicht fehlerhafte Behandlungsmethoden für Personen aller im Patriarchat benachteiligten Geschlechter?


Mine Pleasure Wenzel ist seit August 2019 Leiter*in des Projektes LSBTI*Gesundheit im Andersraum Hannover. Ihre* Arbeit dreht sich um die adequate Gesundheitsversorgung für queere Menschen im Raum Hannover und Südniedersachsen, mit besonderem Fokus auf die Bedarfe von trans*, inter* und abinären Personen. Neben der Beratung zu verschiedenen gesundheitlichen Themen bildet they Behandler*innen zu Diskriminierungssensibilität und Kompetenz im Umgang mit Marginalisierung fort und ist Mitorganisatorin* des „Gesundheitsnetzwerk Geschlechtsinkongruenz – Trans* und Abinarität in der Praxis“.

Prof. Gertraud Stadler arbeitete nach dem Studium der Psychologie an der Universität Eichstätt-Ingolstadt an der Universität Hamburg, wo sie 2006 zum Thema Selbstregulation des Gesundheitsverhaltens in Zusammenarbeit mit einer großen Krankenkasse promovierte. Es folgten verschiedene Positionen an der Columbia University in New York, zunächst in der Psychologie und später im Department of Sociomedical Sciences an der Mailman School of Public Health. Prof. Stadler vertritt die Professur für geschlechtersensible Präventionsforschung an der Charité - Universitätsmedizin Berlin. Ihr zentrales Interesse gilt personalisierten Präventionsinterventionen und der Frage, wie Einzelpersonen und Paare ihr Alltagsverhalten ändern können, um ein Leben lang gesund zu bleiben und einen besseren Umgang mit Krankheiten zu finden. Ihre Arbeit ist gekennzeichnet durch interdisziplinäre Zusammenarbeit mit der Medizin, aber auch Ernährungswissenschaften, Pflegewissenschaften, Sportwissenschaften, Statistik und Technologie.

Kirsten Achtelik ist Sozialwissenschaftlerin, freie Journalistin und Autorin mit Fokus auf den Themen Gender, Behinderung, Gesundheits-, Antidiskriminierungs- und Bevölkerungspolitik. Sie ist Autorin von „Selbstbestimmte Norm. Feminismus, Pränataldiagnostik, Abtreibung“ (2015) und Ko-Autorin von „Kulturkampf und Gewissen. Medizinethische Strategien der ‚Lebensschutz‘-Bewegung“ (2018). Im Rahmen einer abgebrochenen Dissertation hat sie die wissenschaftlichen Artikel „Ist pränatale Diagnostik diskriminierend?“ im Journal für Psychologie 26(2) und „Eingeschränkte Solidarität – Feminismus zwischen Ableism und Intersektionalität“ in der Femina Politica 2-2019 publiziert. Nach ihrer Brustkrebs-Diagnose im Mai 2021 schrieb sie im Missy Magazine, in der taz, im ND und in ihrer Kolumne bei der Jungle World über gender-normative Aspekte der medizinischen Versorgung sowie Chemotherapie, Libido und Kink.

Feministische Mediziner*innen

Moderation: Bilke Schnibbe


Tipp: Im Anschluss können Sie folgende Performances besuchen

Gender Medizin
Maria Zimpel / Sara Kałużna / Wacław Zimpel:

Motions of Revolution
Sa, 29.01.2022 19:00

Gender Medizin
Liz Rosenfeld, Rodrigo Carcia Alves:

Thank you for your effort, even if these requests cannot be fulfilled
Sa, 29.01.2022 20:00

Gender Medizin
Catherine Hoffmann:

Cyst-er Act
Sa, 29.01.2022 22:00


Das gesamte Diskursprogramm

Gender Medizin
Panel: "Rassismus in der Medizin"
Fr, 28.01.2022 18:00

Gender Medizin
Keynote: "Reproductive Justice" von Loretta J. Ross / Panel: "Feministische Gesundheitsbewegungen Revisited“
So, 30.01.2022 13:00

Gender Medizin
Open Space: "We need a revolution, baby" - mit medizinaktivistischen Initiativen

So, 30.01.2022 16:00


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