Theater, Performance und Tanz in Hamburg - Kampnagel

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Wundern über tanawoʿ – Festival für zeitgenössische iranische Kunst und Kultur 
Amir Kianpour, Moshtari Hilal, Siavash Amini:

Leben, Kunst: Exil

Theorie
  • So, 18.03.2018 17:00
    Kampnagel – KMH Eintritt frei

Podiumsdiskussion 

Zum Festival-Abschluss führt die Münchnerin Silvia Bauer und Leiterin des Cinema Iran Festivals die thematischen Stränge des Festivals im Rahmen einer Podiumsdiskussion zum Thema »Exil« zusammen. Welche Auswirkungen hat das Exil auf das Leben der Menschen und wie schlägt sich die Exil-Situation insbesondere in der Arbeit von Kunstschaffenden nieder? Nach einem Impulsvortrag des Pariser Soziologen Amir Kianpour kommen die Kulturschaffenden Moshtari Hilal mit afghanischen Hintergrund aus Hamburg, sowie Siavash Amini, Musiker und Festivalorganisator aus Teheran zu Wort.

 

Silvia Bauer, Moderation (München)
Silvia Bauer studierte Anglistik, Amerikanistik, Germanistik sowie Theater- und Filmwissenschaft. Sie arbeitet als Autorin, Lektorin, Übersetzerin und Moderatorin für Festivals und Kultureinrichtungen, unter anderem BEST.DOKS München, DANCE Festival München, Haus der Kunst München, NGBK Berlin, Sprengel Museum Hannover und ist Veranstalterin des „Cinema Iran – Iranisches Filmfestival München“.

Amir Kianpour (Paris)
Amir Kianpour absolvierte ein Studium der Soziologie an der Universität Teheran. Aktuell lebt er in Paris und ist Doktorand an der Universität Paris VIII. Er arbeitet als Journalist für den persisch-sprachigen Radiosendender Radio Zamaneh und die Website interzones.org. Als Übersetzer übertrug er zahlreiche Artikel und Bücher über Philosophie und Theater ins Persische.

Moshtari Hilal (Hamburg)
Die deutsch-afghanische Künstlerin Moshtari Hilal beschäftigt sich in ihrer Arbeit mit Schönheit, Erinnerung und Körperbehaarung und ihrer Politisierung in unserer Gesellschaft. Ihre Arbeiten wurden in Deutschland, Afghanistan, dem Iran, Spanien, Schweden und u.a. in den USA ausgestellt.

Siavash Amini (Teheran)
Siavash Amini, 1987 geboren, ist Komponist, Produzent und Gitarrist aus Teheran. In seiner Musik lässt er verschiedene Stile wie Noise, Drone, Ambient und Klassik ineinander verschmelzen. Seit 2006 experimentiert er mit Computer-Musiksoftware und komponiert Musik für Film und Theater.  Zuletzt erschien sein Album »Tar« (2017) beim Schweizer Label Hallow Ground. Seit 2015 ist er zudem Mitorganisator des SET Fest Teheran für experimentelle Kunst. 

 

 

WUNDERN ÜBER TANAWOʿ – FESTIVAL FÜR ZEITGENÖSSISCHE IRANISCHE KUNST UND KULTUR

15.-18. MÄRZ 2018

Die Gesellschaften Irans sind im Wandel und erfinden sich ständig neu. Durch die politische Annäherung findet in Deutschland mittlerweile eine breitere Berichterstattung über die weniger bekannten Seiten Irans statt, aber meist werden diese als Alternativbild präsentiert. Das neue Festival WUNDERN ÜBER TANAWO’ wurde von dem jungen Kurator*innen-Duo Raphaela Rößler und Sören Faika ins Leben gerufen und gibt Einblicke in die Diversität der iranischen Kunst- und Kulturszene, die hierzulande noch weitgehend unbekannt ist. Gemeinsam mit Kulturschaffenden aus dem Iran und verschiedenen europäischen Ländern sowie mit den iranischen und afghanischen Communities Hamburgs – die zu den größten innerhalb Europas gehören – widmet sich WUNDERN ÜBER TANAWO’ auf unterschiedlichen Ebenen der Gegenüberstellung von Außen- und Innenansichten auf den heutigen Iran. Das Festival ist multidisziplinär und gastiert vier Tage lang mit Veranstaltungen in der Elbphilharmonie, im Yoko, in der Affenfaust Galerie und im Alabama-Kino. Auf Kampnagel findet die Theateraufführung SEKUNDEN WIE JAHRE [SÂL SÂNIYE] des Regisseurs Hamid Pourazari statt sowie ein Diskurs- und Konzertprogramm.

Programmübersicht als PDF-Download


Diese Podiumsdiskussion ist Teil von Wundern über tanawoʿ – Festival für zeitgenössische iranische Kunst und Kultur (15.-18. März 2018). 


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