Theater, Performance und Tanz in Hamburg - Kampnagel

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Other Europe: Perspektiven auf Identität & Vielfalt Europas
Black Europe: Olivette Otele & SA Smythe:

Keynotes

 
  • SA Smythe
    © Sorrell Scrutton
Theorie / Rollstuhlgerecht
  • Dauer: ca. 90 Min.
  • Tickets: Eintritt frei
  • In englischer Sprache.

  • Beide Keynotes finden nacheinander statt mit anschließendem Gespräch.

  • HIER finden Sie alle aktuellen Informationen und Corona-Regeln für Ihren Besuch.

    Geimpft oder Genesen oder Getestet und mit Maske

  • Fr, 01.10.2021 19:00
    Kampnagel – K2 Tickets

Die Keynotes werden parallel live gestreamt!

OliveTTe Otele
AFROEUROPEANS – AN ORDINARY HISTORy

Olivette Oteles Ruf an die Universität Bristol ging 2019 durch die Presse. Sie war die erste weibliche Schwarze Professorin in Großbritannien und leitet den Lehrstuhl für die Geschichte der Sklaverei und Erinnerung an die Versklavung. Dessen Neugründung war eine Reaktion auf das Eingeständnis der Universität, von der Versklavung afrikanischer Menschen profi tiert zu haben. In ihrer Keynote zeigt Otele auf, dass das Hervorheben solcher Einzigartigkeiten kontraproduktiv für die Anerkennung Schwarzer Präsenz in Europa ist. Sie zeichnet ein langes afropäisches Erbe anhand von gewöhnlichen und weniger gewöhnlichen Geschichten einzelner Schwarzer Menschen in Europa bis ins 3. Jahrhundert nach. Denn Außergewöhnlichkeit sei ein Grundpfeiler des weißen europäischen Denkens, der die relative Einzigartigkeit Schwarzer Präsenz und ihrer Errungenschaften einsetzt, um ihre Bedeutung zu marginalisieren. Nichtsdestotrotz sind die Lebensgeschichten und Wege der Menschen, die Otele nachzeichnet, bemerkenswert und erstaunlich. Die Keynote findet zusammen mit der Keynote von SA Smythe zum "Black Mediterranean" statt. Im Anschluss gibt es eine gemeinsame Diskussion.

SA SMYTHE
BLACK POSSIBILITY ACROSS THE MEDITERRANEAN

Der Begriff des "Black Mediterranean", des Schwarzen Mittelmeers, lässt sofort an Europas Grenzpolitik, die Versklavung Schwarzer Menschen in Libyen, an Lampedusa oder Moria und tausende Tote im Mittelmeer denken. In der Tradition Schwarzer radikaler Denker*innen ist der Begriff aber nicht als feste Geografie oder als paradigmatischer Ort des Verlustes zu verstehen, der oft als "nasser Friedhof" bezeichnet wird. Er ist vielmehr Epistemologie und vielschichtiger Ort Schwarzer Wissens- und Kulturproduktion, Schwarzen Widerstands und eines neuen Schwarzen Bewusstseins. In der Keynote stellt Dr. SA Smythe das Schwarze Mittelmeer als eine Möglichkeit vor, Schwarzes Leben innerhalb und jenseits des geographischen Raums des Mittelmeers und der es umgebenden afrikanischen und europäischen Nationalstaaten zu denken und erfahrbar zu machen. Dabei greift Smythe Schwarze radikale Tradition und poetische Praktiken auf um zu zeigen, wie Fragmente vergangener, (falsch) erinnerter Geschichte genutzt werden können, um neue Zukünfte zu entwerfen. Dr. SA Smythe ist Dichter*in, Schriftsteller*in, Performer*in und ein*e herausragende*r Wissenschaftler*in. Eine Facette von Smythes Arbeit befasst sich mit relationalen Aspekten Schwarzer Zugehörigkeit über Grenzen hinweg. Eine weitere mit der Poetik und Philosophie der Kreativität in Bezug auf Black trans-Theorie, -Lesepraxis und -Verkörperung. Smythe ist Assistenzprofessor*in für Black European Cultural Studies, Contemporary Mediterranean Studies und Black Trans Poetics an der UCLA. SA Smythes Keynote folgt auf die Keynote von Olivette Otele, anschließend gibt es eine gemeinsame Diskussion.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe OTHER EUROPE.

#BLACKEUROPE #BLACKMEDITERRANEAN #BLACKPOETICS #OTHEREUROPE

 


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