Theater, Performance und Tanz in Hamburg - Kampnagel

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Spielzeiteröffnung 2017/18: OPENHAUS
New Media Socialism:

Hello Deutschland - Die Einwanderungsserie

 
Migrantpolitan
  • Mi, 11.10.2017 22:00
    Kampnagel – KMH Eintritt frei
  • Sa, 14.10.2017 23:00
    Kampnagel – KMH Eintritt frei

Public Screening der ersten Folgen der fiktionalen Reality-Serie Hello Deutschland – Die Einwanderer in Anwesenheit der Darsteller*innen und des Teams.

Über sie spricht das ganze Land: die neuen Einwanderer. In Hello Deutschland – Die Einwanderer sprechen sie selbst über Erfolge und Rückschläge beim Ankommen in der deutschen Gesellschaft. Einwanderungsdeutschland steht zwar für Willkommenskultur, aber auch für überlastete Bürokratie und rassistische Ausgrenzung. Für die neuen Einwanderer ist es vor allem eine riesige Herausforderung, der sie sich täglich stellen. Hello Deutschland – Die Einwanderer begleitet unterschiedliche Persönlichkeiten bei ihren Versuchen, in der neuen Heimat Fuß zu fassen. Sprachprobleme, bürokratische Hürden und kulturelle Missverständnisse prägen den Alltag der Migranten, aber es gibt auch immer wieder hoffnungsvolle Momente, in denen das Glück die Ängste überstrahlt. 

Folge 1 Der umtriebige Kurator Anas will seinen syrischen Führerschein in Deutschland anmelden- eine finanzielle und zeitliche Herausforderung. Grafikerin Iman träumt in Magdeburg von einer eigenen Ausstellung. Der ehrgeizige Majd will mit seinem Comedy-Programm durchstarten. Aber haben beide eine reale Chance auf dem deutschen Kunstmarkt? Yassin kämpft mit der deutschen Sprache und der Tristesse in seiner Flüchtlingsunterkunft. 

Folge 2 Anas bereitet seine Auszeit in Paris vor. Majd und Mo ergreifen die Gelegenheit und lassen im „Migrantpolitan“ eine Party steigen. Wird das ins Auge gehen? Der Ex-Spieler der syrischen Jugendnationalmannschaft Mo bekommt ein verlockendes Angebot von einem Hamburger Musiker- ist das der Einstieg in Sex, Drugs and Rock´n´Roll oder bleibt Mo solide und lernt deutsch? Yassin schlägt sich mit der deutschen Justiz herum und fönt gegen die (soziale) Kälte im Land. Wann wird ihm endlich wärmer?

Folge 3 Pouya lebt seit 6 Jahren in Deutschland und jetzt endlich hat sie einen neuen Job, in dem sie andere LGTBI-Geflüchtete unterstützen kann. Was sagt ihr Freund zu dem Karriereboost? Die Kumpels Mo und Majd treten in Konkurrenz: wer hat die Nase vorn beim Musikprojekt? Schnappt Majd die einzigartige Chance vor Mo´s Nase weg? Mo steht zwischen allen Stühlen: entweder Disziplin und Deutsch-Schule oder das süße, wilde Leben auf der Überholspur, Drogen inklusive. Aber kann er in der kurzen Zeit ein Instrument lernen? Rivalität oder Freundschaft, Party oder Karriere: die Syrer-Clique muss sich entscheiden.

New Media Socialism ist eine freie Mediengruppe, die alternative Realitäten produziert. Zentral sind empowernde Formate, in denen Migrant*innen als Protagonist*innen und aktive Gestalter*innen vertreten sind. Die Gruppe setzt sich aus Theaterschaffenden und Medienproduzent*innen zusammen, die gemeinsam an neuen Formen zwischen Performance und (Web-)Video, Dokumentartheater und New Virtual Reality experimentieren. Einige Mitglieder der Gruppe haben Fluchthintergrund, andere nicht. Gemeinsam sucht und entwickelt die Gruppe avantgardistische, kritische und gleichsam unterhaltsame Formate. Für den Ansatz, Fiktion gewissermaßen als Realität zu verpacken, Wirklichkeit durch quasi-dokumentarische Stilmittel unterhaltsamer zu machen, hat sich der Begriff „Scripted Reality“ etabliert. Und ist in klarer Abgrenzung zum Dokumentartheater zu verstehen, welches die Realität abbildet und somit eher reproduziert und bestätigt, als die vorhandenen (Macht-) Verhältnisse zu dekonstruieren. New Media Socialism produziert hingegen potentielle Realitäten, es ist ein „was-wäre-wenn“ statt eines „so tun als ob“. Die Einzelschicksale werden sichtbar und somit die anonymen „Objekte“ zu Subjekten ihres eigenen Handelns. Es entsteht eine hyperrealistische Performance, die sowohl online als auch analog im Alltag interveniert. Die realen Biografien der Protagonisten bilden die Grundlage der Fiktionalisierung. Im Sinne der Avantgardistischen Forderung nach einer Auflösung der Trennung zwischen Kunst und Leben werden bei New Media Socialism Trennungen zwischen sozialer Rolle, Persönlichkeit und Potential verwischt. Dabei ist die offensichtliche Konstruktion der Geschichte methodischer Kalkül.

 

Migrantpolitans:

ORIENTAL KARAOKE (13.10.2017) von Anas Aboura

STILL ALIVE: DIASPORIC SOUNDS (14.10.2017) von Anas Aboura

HELLO DEUTSCHALND (11. und 14.10.2017)

und vieles mehr!


Gefördert von Kulturbehörde Hamburg/Elbkulturfonds und Robert Bosch Stiftung.

Die Spielzeiteröffnung OPENHAUS wurde gefördert von der Rudolf-Augstein-Stiftung und der Europäischen Union / Creative Europe im Rahmen von Imagine 2020 | Art and Climate Change 

 


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