Theater, Performance und Tanz in Hamburg - Kampnagel

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Next Culture Symposium #4:
Die Welt ist veränderbar. Symposium für rassismuskritische Haltung, Solidarität und Weltverbesserung

Theorie / Rollstuhlgerecht
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    Diese Veranstaltung findet mit der 2G-Regel statt: Zutritt nur für Menschen mit Nachweis einer Corona-Impfung oder -Genesung. Dafür entfällt die Maskenpflicht in der Veranstaltungshalle und die Kapazitätsbeschränkung.

  • Mi, 03.11.2021 09:30
    Kampnagel – P1

Wie kann man die Welt verändern? Wo fängt man an? Braucht es die Diagnose und Verortung im Jetzt um sich die Zukunft vorzustellen oder muss man sich erst erinnern um das Morgen denken zu können? Oder geht es doch nur um das Hier und Jetzt? Das Next Culture Line Up versammelt diverse Zukunfts- und JetztoptimistInnen aus Kunst, Bildungspraxis und Wissenschaft, die sich tagtäglich mit praktischer Weltverbesserung beschäftigen. In Vorträgen, Methoden-Shots und Workshops erleben die TeilnehmerInnen Perspektivhopping, Verlernstrategien und Weltverbesserungstools für die Zukunft.

Das Next Culture Symposium ist ein Netzwerkformat der kulturellen Bildung, das gegenwärtige gesellschaftliche Phänomene mit analytischen und praktischen Tools der Kunst aufgreift. Es geht darum, die eigene Realität um Möglichkeitsfelder und Perspektiven zu erweitern, um einen neuen Blick auf die Welt zu erlangen.

Anmeldung an Rebecca Krüger unter: krueger@kulturagenten-hamburg.de

 

10:00 - 10:45
Prof. Eric Jannot: Gaming als Welterfindung. "The future of gaming is diversity"

Computerspiele sind nicht nur das führende Unterhaltungsmedium: Als Kulturgut durchdringen sie zunehmend alle Bereiche des künstlerischen, sozialen und beruflichen Lebens. Eignen sie sich auch als Tool zur Weltverbesserung. Prof. Eric Jannot findet: Ja!
Vor seiner Berufung zum Professor für Game Design arbeitete der studierte Spielewissenschaftler mehr als zehn Jahre in der Spielebranche. Seit 2012 ist er Geschäftsführer und Creative Director beim Games Studio waza! für das er journalistische Computerspiele sowie Serious Games konzipiert und produziert. Er interessiert sich besonders für Ethik in Computerspielen und das utopische Potential von Games als Realitätssimulator und Welterfindungstool.

10:45 - 11:15
Brenda Geçkil / Peimaneh Yaghoobifarah: erklär mir mal…

erklär mir mal… ist ein digitales, queeres (post-) migrantisches Bildungsformat auf Instagram. Auf der interaktiven Plattform mit über 70.000 Follower*innen erklärt das Team politische Begriffe, die sensibilisieren und empowern.  erklär mir mal… widmet sich in diesem Format Fragen wie: “Wissen wirklich alle, was die Begriffe ‚Rassismus’ oder ‚Coming Out’ bedeuten?”, “Wann und warum kamen eigentlich sogenannte Gastarbeiter*innen nach Deutschland” oder “Warum sagt man eigentlich nicht ‘sozial schwach’?
Peimaneh Yaghoobifarah (sie/ihr) ist politische Bildnerin und angehende Lehrerin und bei "erklär mir mal…" Autorin für den Bereich Queer & Feminsimus. Brenda Geçkil (sie/Brenda) ist Politik- und Sozialwissenschaftler*in und baut momentan gemeinsam mit Peimaneh den TikTok Kanal (@theatern) für das Theater Hebbel am Ufer (HAU) auf.

11:15 - 11:45
Anna Boehme/ Kine Valvik Mitchell: Verlernen e.V.

Verlernen e.V. ist ein Kollektiv, das Strategien zu machtkritischer Haltung und diskriminierungssensibler Bildungsarbeit entwickelt und vermittelt. Wie funktioniert und beeinflusst Ausgrenzung uns, andere und den Alltag?
Dazu gehört auch, unsere eigene Position innerhalb dieser Strukturen einzuordnen, historische Aspekte zu berücksichtigen und zu fragen, wie wir Ungleichheit entgegenwirken können. Welche alternativen Narrative können wir schaffen? Wie können wir Motor und Teil des sozialen Wandels sein? Ist Verlernen dafür vielleicht genau die richtige Methode?

 

11:45 - 12:00 Workshop-Vorstellung
 

13:00 - 16:00 Workshops
 

Neil Heinisch: Play the hype!

Neil Heinisch ist Co-Founder des Marketing Startups Play the Hype und TikTok Enthusiast. In seinem Workshop verrät er wie die Generation Z tickt und welche Strategien man ihr unbedingt abgucken muss. Wie lassen sich gesellschaftspolitische Themen mit den Tools der Gen Z verpacken und vermitteln? Wie starten Hypes und wie macht man TikToks richtig?
 

Prof. Eric Jannot: Gamen statt Haten - Escape the Room 2.0

Eric Jannot und seine Firma waza! haben 2021 in Zusammenarbeit mit dem KRASS Kultur Crash Festival das Mobile Game Escape the Room 2.0 entwickelt, das sich mit Handlungsfeldern gegen Diskriminierung und Ausgrenzung beschäftigt. Das Spiel wird in diesem Workshop vorgestellt und ausprobiert. Dabei geht es um die Frage: wie lassen sich gesellschaftspolitische Themen spielmechanisch so umsetzen, dass Spielspaß und Aha-Effekt Hand in Hand gehen.
 

Sandra Mawuto Dotou: Design Intersektional

Soziale Ungleichheit lässt sich nicht auf ein Merkmal reduzieren. Geschlecht, Gesellschaftsschicht, Hautfarbe, Einwanderungsgeschichte: diese Ungleichheiten sind untrennbar voneinander. Ein intersektionaler Ansatz zeigt, wie sich soziale Identitäten überlappen und Diskriminierung verstärken können. Wie sind diese Wechselwirkungen darstellbar? Die Kommunikationsdesignerin Sandra Mawuto entwickelt mit den TeilnehmerInnen grafische Möglichkeitsfelder, für eine intersektionale (Selbst)Verortung.
 

Maja Bogojevic / Arpana Berndt: How to be an Ally?

In dem Workshop entwickeln die Teilnehmenden Strategien und Handlungsmöglichkeiten zur Unterstützung von rassismusbetroffenen Menschen im Alltag. Es wird ein offener und diskriminierungskritischer Raum geschaffen, in dem Unsicherheiten reflektiert werden, die​ weiße Menschen bei der Auseinandersetzung mit Rassismus erfahren. Zudem wird erarbeitet, wie in konkreten Situationen agiert werden kann, um als Verbündete für Personen of Color in Deutschland handeln zu können.
 

Anna Boehme / Kine Valvik Mitchell: Was ist schon normal?

Von Geburt an lernen wir, wie wir uns als "Mädchen" oder als "Junge" zu verhalten haben, wie wir uns anziehen, was wir mögen und wen wir lieben sollen. Oft akzeptieren wir Geschlechternormen ohne zu hinterfragen, wie diese uns einschränken und Diskriminierungen produzieren. In diesem Workshop wollen wir darüber ins Gespräch kommen, wie das Verlernen von Geschlechternormen positive Veränderung für uns persönlich, aber auch für die gesamte Gesellschaft bringen kann. 
 

16:00 - 16:30 Abschluss

 


Das Next Culture Symposium ist eine Produktion des KRASS Kultur Crash Festivals in Kooperation mit Kulturagent*innen Hamburg e.V.
Gefördert von der Kulturbehörde Hamburg und #creatorsfordiversity

 

 


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