Theater, Performance und Tanz in Hamburg - Kampnagel

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Spielzeiteröffnung 2017/18: OPENHAUS
La Fleur:

Die Selfmade-Aristokratie

 
  • © La Fleur
  • © La Fleur
  • © La Fleur
Theater & Performance / Tanz
  • Tickets: 20 Euro (erm. 9 Euro, k-Karte ab 7 Euro)
  • In französischer und deutscher Sprache

  • Do, 05.10.2017 20:00 [Deutschlandpremiere]
    Kampnagel – K2 Tickets
  • Fr, 06.10.2017 20:00
    Kampnagel – K2 Tickets
  • Sa, 07.10.2017 20:00
    Kampnagel – K2 Tickets

Die Berliner Regisseurin Monika Gintersdorfer und der ivorische Choreograf Franck Edmond Yao sind auf Kampnagel längst keine Unbekannten mehr. Gemeinsam sind sie Teil des weit über die Grenzen Hamburgs erfolgreichen Tanz- & Performancekollektivs Gintersdorfer/Klaßen. Mit La Fleur gründeten sie im Jahr 2016 eine brandneue Compagnie – mit internationalen Tänzer*innen, DJs, Schauspieler*innen und Showbizstars. Die erste Produktion der Gruppe DIE SELFMADE-ARISTOKRATIE feierte im Mai 2017 bei den Wiener Festwochen Uraufführung; im Rahmen der Kampnagel Spielzeiteröffnung folgt nun endlich auch das Deutschlanddebüt.

Mit DIE SELFMADE-ARISTOKRATIE stellen LA FLEUR zugleich ein neues Genre vor: als „getanzte Literatur“ geht das Stück zurück auf „Das Mädchen mit den Goldaugen“ des französischen Autors Honoré de Balzac. Vor 215 Jahren geboren schuf er in seinen Romanen ein umfassendes Sittengemälde Frankreichs, in dem er die Bestrebungen aller Gesellschaftsschichten in einem sich erst etablierenden Kapitalismus beschreibt. Seine scharfen Beobachtungen der wirtschaftlichen Ungleichheiten und der machtorientierten Gesetze der Großstadt kommen aus seinem direkten Erleben. Unablässig transformiert er eigene Verstrickungen in seine Romanfiguren. Im Team von La Fleur finden diese Figuren eine aktuelle und reale Entsprechung: so stammen die Spieler*innen unter Anderem aus der Elfenbeinküste und den sogenannten Banlieues, den sozialen Brennpunkten in den Pariser Vorstädte. In den westlichen Metropolen ankommend begegnen sie, in den Metropolen des Westens angekommen, nicht nur einer Mischung aus Luxus und Moden, Haltungen und Styles, sondern auch einer auf Abschottung beruhenden Einwanderungspolitik und einer unsichtbaren, aber wirksamen Klassentrennung, die ihrem sozialen Aufstieg im Wege steht. Die Künstler*innen geben sich mit diesen Beschränkungen aber nicht ab: auf der Bühne wie im wahren Leben wechseln sie ihren Status nach Belieben, frei nach dem Prinzip: „Bestimme selbst, wer du sein willst“.

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Mit Unterstützung des Théâtre de la Commune, CDN d’Aubervilliers. Gefördert von der Kulturbehörde Hamburg und aus Mitteln der Kulturstiftung des Bundes. 


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