Theater, Performance und Tanz in Hamburg - Kampnagel

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Hamburger Klangwerktage, Ensemble Wire Works, Hamburg:
Pulsations

 
  • Di, 24.11.2009 24H
    Kampnagel – K1

Elektroakustische Musik /Einführung Ali Samadi Ahadi, Drehbuchautor und Regisseurmit Werken von Georg Hajdu "Blueprint" (2009), Lois Vierk "Io" , Georges Aperghis "Le corps a corps" (1978), Olga Neuwirth "Verfremdung/Entfremdung" (2002) und Benjamin ScheuerCarin Levine Flöte, John Eckhardt Kontrabass, Adrian Pereyra E-Gitarre, Jonathan Schapiro Schlagzeug, Jennifer Hymer Klavier, Georg Hajdu ElektronikDas Ensemble WireWorks setzt auf das Thema Pulsationen. Es wurden Stücke ausgewählt, die sich durch starke rhythmische Gesten auszeichnen. Pulse, Metrik und Rhythmus begleiten uns von dem Morgenrot unserer Menschwerdung bis hin zu den verschlungenen, hyperaktiven Perioden der globalisierten Gesellschaft, wie es kaum trefflicher in dem Film Koyaanisqatsi hätte gezeigt werden können.Beginnend mit Lois Vierks Io, ein explosives Stück mit virtuosen Gitarrenslides und pentatonisches Skalen, das Jupiters exotischen Mond mit seinen Lavaflüssen und bis 500 km weit katapultierenden schwefelhaltigen Geysiren heraufbeschwört, setzt sich das Programm mit Georg Hajdus Blueprint fort. In diesem Stück erleben wir die Entstehung einer Stadt - Tel Aviv - von den Entwürfen auf Papier, über die stampfenden und hämmernden Expansionen zur Metropole bis hin zu einem finalen Ballonflug über das Land, das durch seine Existenz als Heimstatt auch Auslöser tiefgehender Spannungen geworden ist.Le corps a corps von George Aperghis für eine Solotrommel ist mit der afrikanischen Talking Drum verwandt, bei der hier der Trommler als Erzähler allerdings seine Geschichte in Phoneme mit hohem emotionalen Gehalt atomisiert und somit den musikalischen Gehalt von Sprache isoliert. Olga Neuwirth’s Verfremdung/Entfremdung spielt mit Klangverwandlungen: Die Flöte, das Klavier und das Zuspielband sind mit einem konstanten klanglichen Wechselspiel beschäftigt, aber dabei gleichzeitig durch den komponierten Klangraum des Bandes zeitlich vorbestimmt. Zusätzlich stehen noch neue Stücke von Benjamin Scheuer für Kontrabass und Elektronik auf dem Programm.



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