Theater, Performance und Tanz in Hamburg - Kampnagel

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We Don't Contemporary
Mariem Guellouz:

Vortragsprogramm

 
  • Grada Kilomba
    © (c) Ana Freitas
Theorie

Gemeinsam mit Kampnagel hat die tunesische Tanztheoretikerin und Dramaturgin Mariem Guellouz ein Vortragsprogramm zusammengestellt, welches das Festivalthema theoretisch reflektiert und grundlegende Fragen zum Postkolonialismus stellt, den Begriff »zeitgenössisch« kritisch hinterfragt und neueste Erkenntnisse zum Afrofuturismus liefert.

Donnerstag, 01.10. / 19:00

GRADA KILOMBA: DECOLONIZING KNOWLEDGE

Die portugiesische Autorin, Theoretikerin und interdisziplinäre Künstlerin Grada Kilomba deckt in ihrer Lecture-Performance die Gewalt klassischer Wissensproduktion auf und fragt: Was wird als Wissen anerkannt? Wessen Wissen ist das? Wer darf es überhaupt produzieren? Kilomba berührt diese koloniale Wunde, indem sie einen hybriden Raum eröffnet, in dem die Grenzen zwischen akademischer und künstlerischer Sprache verschwimmen und die Strukturen von Wissen und Macht sich transformieren. Mit Hilfe von Texten, Bildender Kunst und performativen Erzählungen als Formen alternativer Wissensproduktion erkundet sie die Möglichkeit von dekolonialisiertem Wissen.

 

Freitag, 02.10. /  19:00

JEAN-LOUP AMSELLE: CONTEMPORARY AFRICAN ART: ART OF ORIGINES?

Der französische Anthropologe Jean-Loup Amselle untersucht in seiner Forschung moderne afrikanische Kunst aus dem Blickwinkel des Multikulturalismus und Postkolonialismus. In seinem Vortrag spricht er darüber, wie der postkoloniale Blick afrikanische Kunst allein auf ihre Herkunft reduziert und zieht Verbindungslinien zum Konzept des Primitivismus.

 

Samstag, 03.10. /  19:00

KAPWANI KIWANGA: AFROGALACTICA

Die kanadische Künstlerin Kapwani Kiwanga blickt als Anthropologin aus der Zukunft zurück auf die Gründung der Vereinigten Staaten von Afrika und die Entsendung von Afronauten in den Weltraum durch die afrikanische Weltraumbehörde. In ihrer Lecture-Performance AFROGALACTICA taucht sie in die Vergangenheit ein, um in den verlorenen Archiven der Pop-Kultur nach der Zukunft zu forsten und bringt mit einer Verzahnung von Wahrheit und Fiktion vorherrschende Narrative durcheinander. Ihre Mittel: Science-Fiction, Archive aller Art, Afrofuturismus und Antikolonialismus.

 

 

Archiv:

Programm This ain't Africa (02.-12.04.2014)

Deconstructing Contemporaneity – Conférence dansée zu Tanz und Zeitgenossenschaft (11.-12.04.2014)

 

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